Ein ganzes Schloss in hundertjährigem Schlaf, eine verfluchte Prinzessin und ein Prinz, der zur Rettung eilt: Das Märchen „Dornröschen“ ist ein Klassiker unter den Geschichten der Gebrüder Grimm. Wenn auch nicht für ein gazes Jahrhundert, machen es sich viele Menschen in der Weihnachtszeit gerne gemütlich und kommen mit einem Film zur Ruhe.
Gerade die Märchenfilme der Deutschen Film AG (DEFA) erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit und werden jedes Jahr aufs Neue im TV ausgestrahlt. Neben Titeln wie „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, „Frau Holle“ oder „Schneewittchen“ reiht sich auch „Dornröschen“ aus dem Jahr 1971 in die Auswahl der DDR-Filme ein, die mittlerweile zu echten Weihnachtsfilm-Klassikern geworden sind.
  • Wann kommt „Dornröschen“ aus 1970 wieder im TV?
  • Wo kann man sich die DEFA-Filme in voller Länge anschauen?
  • Wo wurde „Dornröschen“ gedreht?
  • Wer sind die Schauspieler in dem DDR-Märchenfilm?

Dornröschen Sendetermine 2021: Wann wird der DDR-Märchenfilm ausgestrahlt?

Der Film „Dornröschen“ wird im Jahr 2021 an Silvester ausgestrahlt. Der genaue Sendetermin beim RBB ist also der Freitag, 31. Dezember 2021. Die Sendezeit beginnt um 06:55 Uhr und endet um 08:00 Uhr.
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Youtube Der Trailer zum DDR-Klassiker „Dornröschen“ der Defa.

Wer die Sendung dennoch verpasst, kann auch über das Internet auf den Film zugreifen. „Dornröschen“ gibt es in der ARD-Mediathek für Märchenfilme in voller Länge zu sehen. Viele Filme der Defa sind in voller Länge auch auf dem YouTube-Kanal der DEFA-Stiftung verfügbar.

Dornröschen Drehorte: Wo wurde der Film aus 1971 gedreht?

„Dornröschen“ entstand in den DEFA-Studios in Potsdam-Babelsberg. Für die Außenaufnahmen verwandelte sich das Schloss Hartenfels im sächsischen Torgau im Sommer 1970 mit seinem Wahrzeichen, dem Großen Wendelstein in eine märchenhafte Filmkulisse für die Verfilmung von „Dornröschen“.

Neuverfilmung mit prominenter Besetzung: Hannelore Elsner und Anna Loos als böse Fee und Königin

Als Kulisse für die Neuverfilmung von „Dornröschen“ aus dem Jahr 2009 diente das Schloss Lichtenstein im Landkreis Reutlingen in Baden-Württemberg und die Burg Hohenzollern im Zollernalbkreis. In der prominent besetzten Neuverfilmung stehen Hannelore Elsner als böse Fee Maruna, Martin Feifel (“Die Buddenbrooks“) als König, Michael Hanemann (“Schuldig“) als Fynns Onkel und Anna Loos (“Nur einen Sommer“) als Königin vor der Kamera. Lotte Flack, bekannt aus „Die Päpstin“ spielt Dornröschen. Die bekannte Kinoproduzentin Uschi Reich (“Bibi Blocksberg“) hat den Märchenfilm mit dem SWR im Auftrag der ARD in der Reihe „Sechs auf einen Streich“ produziert.

Dornröschen 1971: Die Besetzung des DEFA-Films

Das DDR-Märchen „Dornröschen“ aus dem Jahr 1971 wurde von Margot Beichler, Gudrun Deubener-Rammler und Walter Beck geschrieben. Die Regie übernahm ebenfalls Walter Beck. Die musikalische Leitung führten Klaus Lenz und Hermann Anders. Folgende Schauspielerinnen und Schauspieler besetzten die Rollen:
  • Dornröschen: Juliane Koren
  • Dreizehnte Fee: Vera Oelschlegel
  • Prinz: Burkhard Mann
  • Königin: Evamaria Heyse
  • König: Helmut Schreiber
  • Hauptmann: Thomas Langhoff
  • Schlossgärtner: Erich Brauer
  • Koch: Klaus Pönitz
  • Haushofmeister: Fritz Decho
  • Spielmann: Martin Hellberg
  • Zweite Fee: Angela Brunner
  • Zehnte Fee: Sonja Hörbig
  • Elfte Fee: Brigitte Krause
  • Zwölfte Fee: Barbara Dittus
  • Neuer Hauptmann: Dieter Wien
  • Ritter: Jaecki Schwarz
  • Ritter: Jörg Knoche
  • Wirt: Nico Turoff
  • Frau mit Spinnrad: Waltraud Kramm
  • Edelmann: Bruno Carstens
  • Edelmann: Sepp Klose

Dornröschen von 1971: Kritiken

Bereits zum Zeitpunkt seiner Erscheinung im Jahr 1971 erntete der Film „Dornröschen“ positive Kritik. Das „Lexikon des Internationalen Films“ bezeichnete das Werk als „kindgerechte Verfilmung des bekannten Märchens der Gebrüder Grimm“.
Und auch die Tageszeitung „Brandenburgische Neueste Nachrichten“ äußerte sich lobend über das Ergebnis der Filmproduktion: „Was diese Adaption des Grimmschen Märchen außergewöhnlich macht, ist die Erweiterung und Modernisierung, die von den Drehbuchautoren Margot Beichler und Gudrun Deubener zusammen mit dem Regisseur Walter Beck vorgenommen wurde. Sie haben von diesem legitimen Recht der Märchenerzähler aller Zeiten Gebrauch gemacht und in ihrem äußerst farbenfreudigen DEFA-Film 'Dornröschen' das uralte Märchen um Erkenntnisbereiche erweitert, die auch den jüngsten Zuschauern eine gerechte Bewertung von Gut und Böse ermöglichen, ohne den sinnlichen Reiz des Märchen zu mindern.“

Märchen im TV: Diese Defa-Filme gibt es noch zu Weihnachten

Rund um Weihnachten werden die beliebten Defa-Märchenfilme gerne gezeigt. Folgende Märchen kommen noch dieses Jahr im TV:
  • Die Geschichte vom kleinen Muck
  • Wer reißt denn gleich vor’m Teufel aus?
  • Alarm im Kasperletheater
  • Das Zaubermännchen
  • Schneewittchen
  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
  • Das Feuerzeug
  • Das kalte Herz
  • Die goldene Gans
  • Frau Holle
  • Das singende, klingende Bäumchen
Weitere Informationen und Geschichten rund um die DEFA finden Sie auf unserer Themenseite.