Viele Deutsche zieht es aktuell für den Sommerurlaub ins Ausland. Die Corona-Inzidenz ist in vielen Ländern niedrig, dennoch müssen Reisende und Urlauber gewisse Regeln beachten, wenn sie zurück nach Deutschland kommen. Welche Einreise-Regeln gelten, hängt vom Urlaubsland ab - und von der Einstufung des Robert Koch-Instituts (RKI). Das RKI unterscheidet dabei drei Kategorien:
  • Corona-Risikogebiete
  • Hochinzidenzgebiete
  • Virusvariantengebiete

Einreise nach Deutschland aus Virusvariantengebieten: Regeln für Rückkehr aus Portugal, England und Co.

Kommen Urlauber aus einem Virusvariantengebiet zurück nach Deutschland, so müssen sie sich nach Angaben des Auswärtigen Amtes anschließend in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Die Quarantäne kann nicht verkürzt werden. Bei einem Voraufenthalt in den letzten 10 Tagen in einem Virusvariantengebiet, ist ein negatives Covid10-Testergebnis nötig, der nicht älter ist als 24 Stunden. Laut Auswärtigem Amt muss dieser eventuell der Fluggesellschaft vor Reiseantritt vorgelegt werden. Außerdem ist die Ankunft in Deutschland vorab auf einreiseanmeldung.de anzumelden. Den Anmeldenachweis müssen Reisende bei der Einreise mit sich führen.
Als Virusvariantengebiet sind unter anderem folgende Länder eingestuft:
  • Brasilien
  • Indien
  • Portugal (die Azoren (autonome Region) und Lissabon gelten bereits als einfaches Risikogebiet)
  • Russische Föderation
  • Südafrika
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und aller britischen Überseegebiete
(Stand: 29.06.2021)

Einreise nach Deutschland aus Hochinzidenzgebieten: Regeln für Rückkehr aus Ägypten, Malediven & Co.

Weniger scharfe Regeln gelten bei der Rückreise aus einem Hochinzidenzgebiet. Auch hier müssen sich Einreisende vorab auf der Webseite www.einreiseanmeldung.de anmelden und den Nachweis über die Anmeldung bei der Einreise nach Deutschland mit sich führen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes müssen Menschen bei einem Voraufenthalt in den letzten 10 Tagen in einem Hochinzidenzgebiet ein negatives Corona-Testergebnis, einen Nachweis über vollständige Impfung oder einen Nachweis über die Genesung einer Corona-Infektion vorweisen. Der jeweilige Nachweis muss gegebenenfalls der Fluggesellschaft vorgelegt werden. Der Test darf höchstens 48 Stunden alt sein.
Anschließend müssen sich Einreisende in Deutschland in Quarantäne begeben. Ein anschließender Corona-Test kann frühestens fünf Tage nach der Einreise nach Deutschland durchgeführt werden, um die Quarantäne frühzeitig zu beenden.
Von dieser Regel sind aktuell folgende beliebte Urlaubsläner betroffen:
  • Ägypten
  • Argentinien
  • Costa Rica
  • Malediven
  • Tunesien
(Stand: 29.06.2021)

Einreise nach Deutschland aus Corona-Risikogebieten: Das gilt für Rückkehrer aus Frankreich, Kroatien, Spanien & Co.

Bei Ländern der Kategorie „einfache Risikogebiete“ gelten die lockersten Einreiseregeln. Bei Einreise ist ein negatives Testergebnis (höchstens 48 Stunden alt), ein Impfnachweis oder ein Genesungsnachweis vorzuweisen. Dann muss auch keine Quarantäne angetreten werden.
Auf der RKI-Liste der „einfachen Risikogebiete“ stehen unter anderem folgende Länder:
  • Bahamas
  • Dominikanische Republik
  • Frankreich, ausgenommen ist gesamt Kontinentalfrankreich, Korsika sowie die französischen Übersee-Departments Martinique, Mayotte, Saint-Pierre und Miquelon, Wallis und Futuna, Französisch-Polynesien, Neukaledonien und Saint-Barthélemy
  • Irland, die folgenden Regionen gelten derzeit als einfache Risikogebiete Border, Dublin, Mid-East
  • Kroatien, die folgenden Gespanschaften gelten als einfache Risikogebiete: Medimurje, Zadar
  • Kuba
  • Marokko
  • Mexiko
  • Niederlande: Aruba; Sint Maarten
  • Panama
  • Philippinen
  • Schweden: Kronoberg; Norrbotten; Värmland
  • Sierra Leone
  • Spanien: Andalusien; Navarra; Baskenland; La Rioja; Ceuta
  • Türkei
  • Venezuela
  • Vereinigte Arabische Emirate
(Stand: 29.06.2021)
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.