• Im Süden Frankreichs wüten Waldbrände
  • In der Nähe des Golfs von Saint-Tropez sind wegen der Feuer Straßen gesperrt
  • Campingplätze mit Urlaubern mussten schon evakuiert werden
Tausende Anwohner und Touristen haben sich vor weiter ausdehnenden Waldbränden in Südfrankreich in Sicherheit gebracht. Die Brände seien noch nicht unter Kontrolle und rund 900 Feuerwehrleute zu ihrer Bekämpfung im Einsatz, teilte die Präfektur in Toulon am Dienstagmorgen mit. Unterstützt werden sie von zehn Löschflugzeugen und drei Hubschraubern. Viele Straßen im Hinterland vom Golf von Saint-Tropez seien gesperrt.

Brände in Frankreich: Campingplätze mussten evakuiert werden

Rund 5000 Hektar Gelände seien bereits verbrannt. Zwölf Campingplätze in der Region waren vorsorglich evakuiert worden, ebenso wie zahlreiche Anwohner. Noch könne niemand in seine Unterkunft zurückkehren, betonte die Präfektur. 19 Menschen erlitten eine Rauchgasvergiftung und drei weitere wurden leicht verletzt, berichtete der Sender France bleu unter Verweis auf eine vorläufige Bilanz des Präfekten. Innenminister Gérald Darmanin wollte am Dienstag die betroffene Region besuchen. Vorangegangen waren den Bränden eine Hitzewelle und große Trockenheit. Die Feuer wurden von kräftigem Wind angefacht. Wie die örtliche Feuerwehr mitteilte, breitete sich der Brand in der Region seit seinem Ausbruch über eine Entfernung von 22 Kilometern aus.

Brände in Südeuropa: Türkei, Griechenland, Italien

Zuletzt wüteten auch in vielen anderen Urlaubsregionen heftige Waldbrände. In Italien und auf den italienischen Inseln Sizilien und Sardinien ist oft Brandstiftung der Grund. In der Türkei sind seit Ende Juli mehr als 200 Feuer ausgebrochen und haben große Teile der Natur zerstört. Auf Rhodos, Kreta und auf dem griechischen Festland sind die Brände unter Kontrolle. Allerdings herrscht in Griechenland immer noch eine enorme Hitze.