Freitag, der 13. – Menschen, die einen Hang zum Aberglauben haben dürfte dieses Datum nicht gefallen. Denn Freitag, der 13. gilt als Unglückstag. Dieser Ruf entstand durch diverse Vorfälle in der Geschichte, die allesamt auf diesen Tag und dieses Datum fielen. Doch hat man an diesem Tag wirklich häufiger Pech als an anderen Tagen im Jahr?
  • Wo liegt der Ursprung dieses Aberglaubens?
  • Welche Mythen über Pech gibt es noch?
  • Was bedeutet Freitag, der 13. in anderen Kulturkreisen?
  • Wann ist der nächste Freitag, der 13.?

Warum ist Freitag, der 13. ein Unglückstag?

Es gibt viele Erklärungen, warum Freitag, der 13. mit Unglück in Verbindung gebracht wird. Dabei ist die Idee, dass genau Freitag, der 13. Pech bringt, noch gar nicht so lange verbreitet. Vielmehr beruht der Aberglaube darauf, dass die Dreizehn und der Wochentag Freitag einzeln schon lange als Unglückssymbole gelten. Der Aberglaube ist unter anderem auf folgende Bedeutungen zurückzuführen:
  • Freitag ist der Todestag Christi.
  • Die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies fiel auf einen Freitag.
  • Im Tarot bedeutet die 13. Karte den Tod.
  • Die Zahl 13 wurde auch als Teufelsdutzend bezeichnet.
  • In der Bibel wird von 12 Aposteln berichtet, beim letzten Abendmahl gab es jedoch einen dreizehnten Gast, Judas, welcher Jesus im Anschluss verriet.
  • Der Börsencrash 1929 – auch als „Schwarzer Freitag“ bekannt – war am 13. Mai. An diesem Tag verloren hunderte Anleger ihr gesamtes Vermögen. (Der US-amerikanische Börsenkrach von 1929 begann eigentlich bereits an einem Donnerstag, aufgrund der Zeitverschiebung war in Europa damals aber bereits Freitag.)

Woher kommt die Angst vor Freitag, dem 13.?

Mittlerweile hat sich der Volksglaube vom Unglückstag schon so verbreitet, dass heutzutage auch Menschen an Freitag, den 13. glauben, die weder mit der Zahl 13 noch mit Freitagen etwas Schlechtes in Verbindung gebracht hätten. Diese irrationale Furcht wird auch als Paraskavedekatriaphobie bezeichnet.
Im schlimmsten Fall kann diese Phobie so weit führen, dass davon betroffene Personen geplante Termine und Reisen absagen oder sich an einem Freitag, dem Dreizehnten nicht aus dem Bett trauen. Sogar viele Hotels haben kein 13. Stockwerk oder kein Zimmer mit der Nummer 13. Und sogar in Flugzeugen ist das Fehlen der Zahl nichts neues: Einige Fluglinien lassen dann die Sitzreihe Dreizehn einfach aus.

Freitag, der 13. – Begründete Angst oder Irrglaube?

Doch jetzt mal ehrlich: Passieren an einem Freitag, den 13. wirklich häufiger schlimme Ereignisse, als an anderen Tagen? Die Antwort lautet: Nein. Der ADAC hat sogar die Unfallstatistiken dahingehend untersucht. Statistisch konnte bisher nicht festgestellt werden, dass der Tag mehr Unglück bringt als andere Tage, zumindest was die Unfallzahlen angeht. Jedoch ist der Freitag nach wie vor der unfallträchtigste Tag, denn zum üblichen Straßenverkehr kommen an diesem Wochentag Wochenendpendler und Ausflügler, somit sind die Straßen voller.
Wer aber fest davon überzeugt ist, dass ihm am Freitag, den 13. etwas schlimmes zustößt, der lebt auch gefährlicher. Denn hier greift ein altbekannter psychologisches Muster: Die selbsterfüllende Prophezeihung. Diese besagt, dass wenn wir ein bestimmtes Ereignis erwarten, wir mit unserem Handeln und Verhalten unbewusst dazu beitragen, dass dieses auch eintritt. Am Freitag, den 13. könnte man sich somit unsicherer fühlen und auch zögerlicher und unsicherer verhalten, wodurch einem dann meist häufiger Fehler und Missgeschicke passieren.

Freitag, der 13. in anderen Kulturkreisen

So verbreitet der Mythos um den Freitag, der 13. auch in vielen Ländern ist, so unterschiedlich legt man ihn auch aus. In den USA ist es ähnlich wie bei uns: Mit Freitag, dem 13. bringen viele Menschen nichts Gutes in Verbindung. Laut einer US-amerikanischen Studie des Stress Management Center and Phobia Institute in Asheville, North Carolina aus dem Jahr 2003, litten zwischen 17 und 21 Millionen US-Bürger unter der Furcht vor dem Freitag, dem 13. Den dadurch entstanden volkswirtschaftlichen Schaden schätzten sie auf 800 bis 900 Millionen US-Dollar pro Stichtag.
Doch nicht überall auf der Welt ist Freitag, der Dreizehnte ein Unglückstag. In einigen südlichen Ländern, wie etwa in Griechenland, gelten Dienstage, die auf den 13. eines Monats fallen, als Pechtage. In Italien gilt beispielsweise Freitag, der 17. als Unglücksdatum. In China dagegen verheißt die Zahl 13 Glück und Muslimen ist der Freitag heilig.

Wann ist der nächste Freitag, der 13.?

Also keine Panik vor dem nächsten Unglücksdatum. Denn meistens trifft dies ohnehin nur auf einen Freitag im Jahr, mehr als drei Tage sind es aber nie. Nächstes Jahr – 2023 – sind es tatsächlich zwei Freitage, die auf einen 13. des Monats fallen:
  • Freitag, der 13. Januar 2023
  • Freitag, der 13. Oktober 2023

Weitere Mythen, die Pech oder Glück bringen sollen

Freitag der 13. ist bei weitem nicht der einzige Aberglaube, der so weit verbreitet ist. Das sind einige der beliebtesten Irrglauben und Mythen rund um Glück und Pech in unserem Kulturkreis:
  • Wird ein Spiegel zerbrochen, führt das zu 7 Jahren Unglück.
  • Unter einer Leiter durchzulaufen bringt Pech.
  • Ein Schornsteinfeger auf dem Dach soll eine ganze Woche Glück bringen.
  • Läuft einem eine schwarze Katze von links über den Weg, ist es ein Anzeichen für Unglück.
  • Die Finger zu kreuzen bringt Glück.
  • Ein Hufeisen mit der Öffnung nach oben am Haus bringt Glück.
  • Wenn man einen Schirm im Haus öffnet, dann soll das Pech bringen.

Freitag, der 13. – Filme

Natürlich hat auch Hollywood den Aberglauben rund um den Freitag, den 13. bereits aufgegriffen: Die US-amerikanische Horrorfilm-Reihe „Freitag der 13.“ ist wohl die bekannteste Filmreihe. Sie geht auf den „Freitag der 13.“ von Sean S. Cunningham aus dem Jahr 1980 zurück. Zusammen mit „Halloween“ und der „Nightmare“-Reihe gehört er zu den absoluten Film-Klassikern des Mainstream-Horrorfilms. Mit elf Fortsetzungen ist Freitag der 13. die bisher langlebigste Horror-Filmreihe überhaupt.
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