In diesem Artikel geht es um die bundesweit gültigen Regeln für die Booster-Impfung und den Genesenennachweis. Welche Regeln für Geimpfte, Geboosterte und Genesene in Baden-Württemberg gelten, lest ihr hier.
Grundsätzlich ist es ganz einfach: Nach zwei Impfungen ist man laut Nachweis vollständig geimpft. Die dritte Impfung zählt als Booster-Impfung. Nach drei Impfungen gilt man also nachweislich als geboostert. Damit gehen Erleichterungen einher. Gilt beispielsweise die Corona-Regel 2G+, müssen sich Geboosterte vielerorts nicht mehr extra testen lassen – im Gegensatz zu doppelt Geimpften. Für Genesene ist die Situation aber auch nach einer oder zwei Impfungen noch unklar. Wir klären auf:
  • Wann gelten Genesene als vollständig geimpft?
  • Wann gilt man als genesen und „geboostert“?
  • Ist eine Genesung mit der Booster-Impfung gleichzusetzen?
  • Genesen und geimpft: Fehler beim Genesnennachweis über Covpass und CoronaWarn.

Genesen und vollständig geimpft – ab wann gilt das?

Vorweg: Als vollständig geimpft gelten Personen, die noch nicht nachweislich an COVID-19 erkrankt waren die alle erforderlichen Impfungen erhalten haben. Dabei muss die letzte Einzelimpfung mindestens 14 Tage zurückliegen. Als genesen gelten Personen, die nachweislich mit einem PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Testung muss in den vergangenen 28 Tagen bis 6 Monaten erfolgt sein. Die Dokumentation des positiven Tests ist der Nachweis, der auch in die Covpass- oder Corona-Warn-App eingetragen werden kann. Auch Personen, die gesichert positiv auf Antikörper getestet und danach einmal geimpft wurden haben vollständigen Schutz.
Bereits drei Monate nach der überstandenen Infektion können sich Genesene zusätzlich gegen Corona impfen lassen. Nach spätestens sechs Monaten wird das sogar dringend empfohlen, da der Immunschutz deutlich nachlässt. Besonders die Omikron-Variante kann den Immunschutz Virologen zufolge ohnehin besser umgehen. Als am besten schützt gelten Geboosterte. Geimpfte gelten nach der dritten Impfung als geboostert. Für Genesene ist die Situation komplizierter.

Wann gilt man als genesen und „geboostert“?

Als vollständig geimpft gelten Personen, die noch nicht nachweislich an Corona erkrankt waren die alle erforderlichen Impfungen erhalten haben. Dabei muss die letzte Einzelimpfung mindestens 14 Tage zurückliegen. Der Impfnachweis kann auf Papier oder in elektronischer Form erbracht werden. Bei BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca sind zwei Impfungen nötig. Bei Johnson & Johnson reicht eine Dosis.
Zur Optimierung der Wirksamkeit der Grundimmunisierung sollte laut STIKO-Empfehlung vier Wochen nach der Erstimpfung eine Dosis eine weitere Impfung verabreicht werden, um so den bestmöglichen Impfschutz zu sichern. Als vollständig geimpft gelten außerdem Personen, die an Corona erkrankt waren und eine Impfdosis erhalten haben. Sie müssen neben der Impfdokumentation nachweisen können, dass sie von einer Infektion mit dem Coronavirus genesen sind. Als vollständig geimpft gelten außerdem Personen, die an Corona erkrankt waren und eine Impfdosis erhalten haben. Sie müssen neben der Impfdokumentation nachweisen können, dass sie von einer Infektion mit dem Coronavirus genesen sind.
Als genesen gelten Personen, die nachweislich mit einem PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Testung muss in den vergangenen 28 Tagen bis 6 Monaten erfolgt sein.
Als negativ getestet gelten Personen, die innerhalb der letzten 24 Stunden mit einem Antigen-Schnelltest oder mit einem PCR-Test negativ auf das Coronavirus getestet wurden.

Ist eine Genesung bei Geimpften gleich viel wert wie eine Booster-Impfung?

Es gibt andersherum auch Personen, die geimpft wurden und sich anschließend mit Corona infiziert haben. In den meisten Bundesländern gilt: Wer einmal geimpft ist, sich infiziert und dann genesen ist, gilt auch als vollständig geimpft. Es ist auch eine gängige Regelung, dass bei vollständig Geimpften, die dann erkranken, der Genesenen-Nachweis sechs Monate lang wie eine Auffrischungsimpfung (Booster) gilt und auch entsprechend in eine der Corona-Apps eingetragen werden kann. Es häufen sich allerdings die Berichte, dass von Personen, die Geimpft und Genesen sind, oftmals zusätzlich ein Test verlangt wird. Grund dafür könnten die unklar kommunizierten Maßnahmen sein.

Genesenennachweis: Fehler im Zertifikat von Covpass und CoronaWarn

Wie einige Medien berichten, wird der Impf- und Genesenenstatus nicht immer korrekt in der Covpass- oder CoronaWarn-App angezeigt. Der Grund dafür wird in einem Bericht der Pharmazeutischen Zeitung erklärt. Es gebe eine Art Fehler in den Regularien der beiden Apps. Covpass und Coronawarn könnten die zweite Dosis demnach nicht als Drittimpfung ausweisen. Der Booster bei Genesenen wird damit irrtümlich als einfache Grundimmunisierung angezeigt.
Damit fehlt den Betroffenen der Nachweis über die Auffrischimpfung, wodurch sie in 2G-plus-Bereichen nach wie vor einen negativen Test brauchen, obwohl sie eigentlich „geboostert“ sind. In manchen deutschen Bundesländern und im Ausland (zum Beispiel in Österreich) gilt man bereits ab dem Tag der Booster-Impfung als „geboostert“. Durch den Fehler aber zeigt die App bei Genesenen die Gültigkeit der Auffrischung aber grundsätzlich erst nach 14 Tagen an, so wie es bei der Grundimmunisierung der Fall ist.

Genesene sollen Status ausschließlich digital mit QR-Code nachweisen können

Vom Coronavirus genesene Personen sollen ihren Status nach dem Willen der Länder künftig ausschließlich digital mit einem QR-Code nachweisen können. Das haben die Gesundheitsminister der Länder beschlossen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach habe zugesichert, dies zeitnah umzusetzen. Das Bundesgesundheitsministerium soll eine entsprechende Rechtsgrundlage schaffen, „mit der die Verpflichtung zur ausschließlichen Vorlage eines digital auslesbaren Genesenennachweises“ bei Zutrittskontrollen beispielsweise für Veranstaltungen oder in Restaurants möglich wird. Möglich wäre dies durch Speicherung des Nachweises in der Corona-Warn-App.

Ab wann man als geboostert gilt

  • 3 x geimpft: Wer zwei Impfungen bei der Grundimmunisierung erhalten und sich in der Zwischenzeit nicht mit Corona infiziert hat, braucht noch eine dritte Dosis, um als geboostert zu gelten.
  • 1 x Johnson & Johnson + 2 x mRNA-Impfstoff: Bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson sind nach der Grundimmunisierung (eine Dosis) ebenfalls zwei weitere Impfungen mit einem mRNA-Impfstoff nötig, um als geboostert zu gelten. In welchen Abständen die beiden Impfungen verabreicht werden müssen, lesen Sie hier.
  • Genesen und zweimal geimpft: Wer eine Corona-Infektion vor der Impfung hatte, benötigt eine Impfdosis für die Grundimmunisierung. Eine zweite Dosis mit einem mRNA-Impfstoff nach drei Monaten bringt den Status „geboostert“.
    Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.