Der Hund ist des Menschen bester Freund. Jeder von uns kennt diesen Satz in dieser oder leichter Variation. Umso schwerer tragen wir daran, wenn es unseren vierbeinigen Freunden schlecht geht, ja vielleicht sogar eine OP unumgänglich ist. Die Operation eines Hundes kann schnell in die Tausende Euro gehen. Versicherungen gibt es zuhauf, nur schließen sie eben auch eine Vielzahl an Leistungen aus. Finanztest hat 61 Operationskosten-Versicherungen verglichen. Wir führen die Ergebnisse des Vergleichs hier nachstehend auf.

OP-Versicherungen für Hunde: Es kommt auf das Kleingedruckte an

Bei OP-Versicherungen für Hunde kommt es auf das Kleingedruckte an. Denn die Angebote schließen regelmäßig eine Fülle an Leistungen aus, sie können sich aber trotzdem lohnen. Vor allem dann, wenn sie ein hohes Leistungsniveau bieten. Das ist das Ergebnis des Vergleichs von 61 Operationskostenversicherungen von „Finanztest“ im aktuellen Heft (Ausgabe 9/2021).
Hierfür wurden der jeweilige Leistungsumfang in Bezug auf Hundetyp (junger und kleiner Jack Russel, mittelgroßer und mittelalter Mischling und großer älterer Labrador) sowie Beispielbehandlungen geprüft. Diese waren eine Bandscheibenoperation für 3530 Euro und eine Kreuzbandrissoperation im Umfang von 2520 Euro.

Kleine und junge Hunde: Diese Versicherungen empfiehlt Finanztest

Für kleine und junge Hunde empfiehlt „Finanztest“ demnach die Tarife „TK Kleintiere Smart 100%“ der Allianz (Jahresbeitrag 184 Euro), „Tier OP Easy (SB) + Zahn“ für 189 Euro im Jahr und „Tier OP Best (SB) + Zahn“ für 194 Euro im Jahr der HanseMerkur sowie der Tarif „OP-Schutz“ der Barmenia (Jahresbeitrag 206 Euro).
Für den mittelgroßen und mittelalten Hund gelten dieselben Tarifempfehlungen, allerdings sind die Beiträge mit 210 bis 229 Euro jährlich etwas höher.
Im seinem großen Vergleich hat Finanztest OP-Versicherungen für Hunde verglichen – gerodnet nach drei Kategorien von Hunden: jung und klein (wie hier im Bild), mittelgroß und mittelalt sowie alt und groß.
Im seinem großen Vergleich hat Finanztest OP-Versicherungen für Hunde verglichen – gerodnet nach drei Kategorien von Hunden: jung und klein (wie hier im Bild), mittelgroß und mittelalt sowie alt und groß.
© Foto: Frank Rumpenhorst/DPA

Diese OP-Versicherungen sind geeignet für große und ältere Hunde

Große, ältere Hunde sind am besten mit der Versicherung „Tier OP Easy (SB) + Zahn“ für 249 Euro und „Tier OP Best (SB) + Zahn“ für 255 Euro der Hansemerkur sowie mit der „Balunos OP Gold 90%“ von Ias für 280 Euro und der „Balunos OP Gold 100%“ für 324 Euro im Jahr, bedient.
Viele Tarife beinhalten eine Selbstbeteiligung, dies sollten Halter bedenken. Bei einigen Tarifen steigen Beitrag und Selbstbeteiligung mit dem Alter des Hundes. Wissen sollten Hundebesitzer auch, dass Versicherungen oft Krankheiten und Behandlungen kategorisch ausschließen. Manchmal nicht nur jene, die bei Vertragsabschluss schon vorhanden sind. Anders als beim Menschen dürfen Versicherungen die OP-Versicherung außerdem nach einem Versicherungsfall kündigen. Nur zwei Anbieter (Barmenia und Helvetia) verzichten nach drei Jahren hierauf.

Finanztest rät, sich frühzeitig Gedanken über Hunde-Versicherung zu machen

„Finanztest“ rät nicht in jedem Fall zu einer OP-Versicherung für den Hund, aber dringend dazu, sich frühzeitig über eine Vorsorge Gedanken zu machen. Wer jeden Monat 50 Euro spart, hat nach ein paar Jahren eine stolze Summe zur Seite gelegt. Wird allerdings schon in den ersten drei Jahren eine größere OP fällig, ist der Betrag noch zu niedrig, um die Kosten zu decken.