Die Zeit der vollen Stadien in der Fußball-Bundesliga ist wohl bald wieder vorbei. Am Donnerstag haben Bund und Länder schärfere Maßnahmen beschlossen. Dabei geht es auch um Einschränkungen bei Großveranstaltungen.
In Geschäften sowie bei Kultur- und Freizeitveranstaltungen bekommen Zugang künftig nur noch gegen das Coronavirus Geimpfte oder von einer Infektion Genesene. Die Teilnehmerzahl für überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen wird deutlich eingeschränkt. Künftig dürfen maximal 30 bis 50 Prozent der Platzkapazität genutzt werden. In Innenräumen dürfen es aber höchstens 5000 Besucher und im Freien höchstens 15 000 sein, wie Bund und Länder am Donnerstag beschlossen haben.
  • Wie viel Prozent sollen nach der Vorlage Großveranstaltungen besuchen dürfen?
  •  Gibt es bald wieder überall sogenannte Geisterspiele?
  • Welche Stadien können wie viele Zuschauer empfangen?
  • Welche Corona-Regeln gelten in den Stadien der Bundesliga?

MPK beschließe Grenze für Fußball

Zu Fußballspielen sind wegen der erneut bedrohlichen Corona-Lage vorerst nur noch höchstens 15 000 Zuschauer zugelassen. Bundesregierung und Länderchefs einigten sich am Donnerstag darauf, dass in den Stadien maximal 50 Prozent der Kapazität genutzt werden darf. In Sporthallen dürfen es höchstens 5000 Zuschauer sein. Es gilt eine Maskenpflicht und die 2G-Regel, nach der nur Geimpfte und Genesene Einlass erhalten. Möglich ist, dass zudem noch ein aktueller Coronatest nachgewiesen werden muss. Geisterspiele oder sogar Absagen solle es in Bundesländern mit besonders hohen Infektionsgeschehen geben, hieß es.

MPK: Begrenzung soll für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und im Freien gelten

Die 30-Prozent-Begrenzung soll demnach ebenso für geschlossene Räume gelten wie für Veranstaltungen im Freien. Liegt die Inzidenz in einem Landkreis über 350, gilt folgende Begrenzung:
  • 50 Personen können sich gemeinsam im Innenbereich aufhalten
  • 200 Personen im Außenbereich

Geisterspiele BW: Baden-Württemberg will Zuschauer verbieten

In Baden-Württemberg hat die Landesregierung in Kürze wieder Geisterspiele im Profifußball angekündigt. Am Dienstag (30.11.) wurden die neuen Corona-Maßnahmen in Baden-Württenberg vorgestellt. Klar ist bereits, dass es keine Zuschauer im Stadion mehr geben wird.
Die Besucherzahlen bei Großveranstaltungen wurden erst kürzlich beschränkt. Die Vereine dürfen nur die Hälfte ihrer Kapazität nutzen. Die Obergrenze liegt aktuell bei 25.000 Zuschauern. Auch hier gilt, dass Geimpfte und Genesene zusätzlich einen Test brauchen - die sogenannte 2G-Plus-Regel.

Geisterspiele in Bayern – Söder verkündet: FC Bayern München ohne Zuschauer

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will im Fußball Geisterspiele auch dann für Bayern durchsetzen, wenn sich Bund und Länder nicht auf ein einheitliches Vorgehen verständigen können. Auf Twitter begründete Söder den Schritt: „Die hohe Mobilität bei der An- und Abreise ist aktuell nicht verantwortbar. Der Fußball hat eine große Vorbildfunktion. Wir müssen jetzt überall Kontakte reduzieren.“ Alle Infos im folgenden Artikel:

Frankfurt (Oder)

Erste Bundesligisten stornieren Tickets – auch Topspiel BVB gegen Bayern betroffen

Angesichts zu erwartender neuer Kapazitätsbegrenzungen in den Stadien der Fußball-Bundesligisten am Wochenende treffen mehrere Clubs erste Vorkehrungen. Borussia Dortmund stornierte vor seinem Topspiel gegen den FC Bayern München am Samstag alle bereits verkauften Tickets. Der BVB teilte am Mittwoch zur Begründung mit, man rechne mit einer „pandemiebedingten Reduzierung der Kapazitäten“ durch die nordrhein-westfälische Landesregierung. Auch Borussia Mönchengladbach annullierte vor seinem Spiel gegen den SC Freiburg am Sonntag sämtliche schon erworbenen Karten. Arminia Bielefeld kündigte zumindest an, erstmal keine Eintrittstickets für das Spiel gegen den 1. FC Köln am Samstag mehr verkaufen zu wollen.

Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.