• Die Inzidenzwerte sinken langsam in Deutschland.
  • Trotzdem sind die Corona-Zahlen immer noch bundesweit auf hohem Niveau
  • RKI-Zahlen zu Inzidenz, Neuinfektionen, Impfungen und mehr gibt es hier täglich auf einen Blick
  • Wie hoch sind die Corona-Zahlen heute in Deutschland? Das ist der Stand am Montag, den 10.05.2021.

Corona-Zahlen laut RKI heute: Aktuelle Fallzahlen zu Inzidenz, Impfung und Todesfällen am 10.05.2021

Innerhalb eines Tages sind in Deutschland 6922 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Am Tag zuvor, also Sonntag, waren es fast 12.656 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gewesen. Vor einer Woche, am Montag, 03.05.2021, hatte das RKI mehr als 9.000 Neuinfektionen gemeldet. Grundsätzlich gilt: Am Wochenende werden oft nicht alle Zahlen aus den Landkreisen übermittelt. Deshalb sind diese Anfang der Woche meist niedriger – und weniger aussagekräftig. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) heute Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden zudem 54 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Gestern waren es 127 und am Montag vor einer Woche 84 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.
Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 119,1. Am gestrigen Sonntag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 146,9 angegeben, am Montag vergangener Woche mit 146,9. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Regeln. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieser Zeitspanne an.

Corona-Zahlen heute: So hoch liegt der R-Wert in Deutschland

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nach Angaben des RKI mittlerweile bei 3.527.251. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle stieg auf 84.829. Die Zahl der von einer Covid-19-Erkrankung Genesenen bezifferte das RKI auf rund 3,1 Millionen. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagnachmittag bei 0,90 (Vortag: 0,91). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 90 weitere Menschen anstecken.

Inzidenzwert aktuell Deutschland – Inzidenz von Brandenburg bis Baden-Württemberg

In Deutschland sinkt die Inzidenz zuletzt leicht. Dabei ist zu beachten, dass die Fallzahlen an Feiertagen sowie sonntags und montags meist generell niedriger ausfallen, da nicht immer so häufig auf das Coronavirus getestet wird und nicht alle Ämter ihre Daten aktuell übermitteln. Der Inzidenzwert in Baden-Württemberg ist auch heute (Stand: Montag, 10. Mai) noch einer der höchsten in ganz Deutschland. Doch wie stehen die einzelnen Bundesländer im Vergleich da? Wo ist die Inzidenz am höchsten und wo am niedrigsten? Hier der Überblick:
  • 177,2- Thüringen
  • 176,47 - Sachsen
  • 145,2 - Baden-Württemberg
  • 128,8 - Nordrhein-Westfalen
  • 120,9 - Hessen
  • 125,9 - Sachsen-Anhalt
  • 119,5 - Bayern
  • 109,7 - Saarland
  • 99,2 - Bremen
  • 99,8 - Rheinland-Pfalz
  • 100,8 - Berlin
  • 87,2 - Mecklenburg-Vorpommern
  • 88,1 - Brandenburg
  • 84,6 - Niedersachsen
  • 74,8 - Hamburg
  • 50,8 - Schleswig-Holstein

Corona-Zahlen laut RKI-Dashboard: Aktuelle Fallzahlen zu Inzidenz nach Kreis und Bundesland

Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Das Team des Instituts möchte die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten schützen und ihren Gesundheits­zu­stand verbessern. Es besteht aus 1100 Menschen mit 90 verschiedenen Berufen.
Das RKI-Dashboard liefert während der Corona-Pandemie täglich die neuen Fallzahlen – für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Es zeigt unter anderem die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenen an.

Aktuelle Corona-Zahlen von Deutschland, USA, Indien und Brasilien – Fallzahlen der JHU

Die Corona-Karte der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore liefert globale Corona-Daten. Am Montagmorgen (10.05.2021, 6 Uhr) haben sich seit Pandemie-Beginn weltweit insgesamt 157.951.588 Millionen Menschen mit Corona infiziert, 3.288.762 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.
  • USA: 3.288.762 Infizierte und 581.752 Tote.
  • Indien: 22.296.414 Infizierte und
242.362 Tote.
  • Brasilien: 15.184.790 Infizierte und 422.340 Tote.
  • Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 3.530.887 Infizierten und
84.796 Toten.

Inzidenz, Neuinfektionen, R-Wert und Co. – Die wichtigsten Corona-Kennzahlen erklärt

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

7-Tage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.