An einer Schule in Bremerhaven ist am Donnerstag eine Beschäftigte von einem jungen Mann durch Schüsse aus einer Waffe lebensgefährlich verletzt worden. Nach Polizeiangaben wurde der 21-Jährige kurz darauf von Einsatzkräften ganz in der Nähe der Schule festgenommen. Zu den möglichen Hintergründen des Geschehens äußerten sich die Beamten zunächst nicht näher. Die Ermittlungen dazu liefen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es bei dem Verdächtigen erste Erkenntnisse auf psychische Auffälligkeiten. Es habe "möglicherweise eine spezielle psychische Disposition zur Tat beigetragen", sagte ein Sprecher vor Journalisten. Ob Täter und Opfer in einer Beziehung zueinander stünden, werde noch ermittelt.

Mitarbeiterin schwebt in Lebensgefahr

Die Mitarbeiterin der Schule schwebte seinen Angaben zufolge nach der Tat in Lebensgefahr. Nähere Informationen zu der Frau gaben die Ermittler zunächst nicht bekannt. Auch zur Art der verwendeten Waffe äußerten sie sich noch nicht. Medienberichten zufolge könnte es sich dabei möglicherweise um eine Armbrust gehandelt haben.
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Die Tat löste einen Großeinsatz der Polizei aus. Schülerinnen und Schüler verschanzten sich mit ihren Lehrkräften in Klassenräumen, die Einsatzkräfte umstellten und durchsuchten das Gymnasium. Auch Spezialkommandos waren im Einsatz, wie die Beamten berichteten. Teilweise mussten die betroffenen Menschen wegen der umfangreichen Einsatzmaßnahmen mehrere Stunden in der Schule ausharren.
Ersten Ermittlungen zufolge betrat der Täter die Schule gegen 09.00 Uhr und schoss mit einer Waffe auf die Frau. Über den Kurzbotschaftendienst Twitter rief die Polizei am Morgen dazu auf, den betroffenen Bereich zu meiden.

Behörden warnen vor Gerüchten

Kurz darauf teilte sie mit, dass sich die Lage aber unter Kontrolle befinde. Es gebe keine Erkenntnisse über etwaige weitere Täter, teilten die Beamten im Tagesverlauf mit. Sie baten darum, "keine Gerüchte" zu verbreiten.
Die Behörden schalteten für Eltern während des Einsatzes ein Informationstelefon frei. Laut Polizei wurden die betroffenen Schülerinnen und Schüler sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Verlassen des Schulgebäudes zudem psychologisch betreut.
Laut Bremerhavener Schulbehörde befanden sich zum Tatzeitpunkt etwa 140 Menschen in dem Gymnasium. Dies waren weit weniger als üblich, normalerweise halten sich dort rund 550 Menschen auf. Die Zahl war wegen von Abiturnachprüfterminen, Exkursionen und auswärtigem Unterricht in anderen Gebäuden aber viel geringer.
Weitere Informationen folgen.