Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage rücken näher. Viele Familien wollen dann wieder einen Weihnachtsbaum in ihrem Wohnzimmer stehen haben.
  • Was muss beim Kauf vom Weihnachtsbaum beachtet werden?
  • Wie viel kostet eine Weihnachtstanne im Schnitt?
  • Wo gibt es künstliche Weihnachtsbäume zu kaufen?
  • Beleuchtung, Nachhaltigkeit, Pflege - alle Infos zum Thema Weihnachtsbäume.

Weihnachtsbaum kaufen: Kosten und Hinweise für den Weihnachtsbaumkauf

Welche Art von Weihnachtsbaum darf es für Sie in diesem Jahr sein? Bei den Deutschen ist die Nordmanntanne am beliebtesten, sie hat eine Haltbarkeit von circa vier Wochen (Kosten: zwischen 40-50 Euro). Aber es gibt auch andere Arten - allerdings oft teurer, dafür aber auch haltbarer als die Nordmanntanne: die Edeltanne und Koreatanne. Preislich am günstigsten sind Fichten (Blaufichte, Kosten zwischen 25 bis knapp 30 Euro). Diese halten aber nicht lange, wer also zu früh kauft, könnte an Heiligabend Geschenke mit Nadeln bedeckt unterm Baum stehen haben. Außerdem stechen Fichten sehr. Aber: Fichten duften angenehm. Wer eine Kiefer oder eine Douglasie bevorzugt, fährt damit im Vergleich zur Fichte besser, denn diese beiden vertragen die warme Heizluft im Winter und stechen - wie die Tanne - kaum.

Weihnachtsbaum-Check: Wann sind Weihnachtsbäume frisch?

Am liebsten kaufen die Menschen hierzulande ihre zukünftigen Weihnachtsbäume lokal, heißt, aus heimischen Beständen. Es gibt aber auch Importe von Tannen nach Deutschland, größtenteils aus Dänemark.
Ob ein Baum frisch geschlagen ist und generell noch gut erhalten ist, zeigt sich zum einen an der Schnittfläche am Stamm: Ist diese hell, ist der Baum frisch geschlagen. Klare Sache: Wenn man den Baum selbst schlägt, weiß man, dass er frisch ist: Das kann man in Baumschulen, direkt beim Förster oder auch beim Bio-Landwirt machen. Noch ein weg, die Frische des Baumes zu testen: die Nadelprobe: Lösen sich die Nadeln zu leicht ab, ist der Baum nicht mehr ganz so frisch. Und: Wenn die Nadeln schon beim Kauf stechen, heißt das auch, dass der Baum nicht mehr so frisch ist, wie er sein könnte.

Weihnachtsbäume richtig lagern: Draußen, kühl und in warmen Wasser

Wenn der Baum in einem Netz verpackt ist, lassen Sie dieses solange dran, bis der Baum aufgestellt wird. Außerdem sollten Sie den Baum im Freien lagern, wo es kühl und schattig ist, beispielsweise im Garten, auf der Terrasse, dem Balkon, in der Garage oder im Keller. Bevor er in den Christbaumständer kommt, kann er in einem Eimer mit warmen Wasser gelagert werden. Und wenn der Weihnachtsbaum dann im Wohnzimmer steht, sollte er nicht zu nah an einer Heizung aufgestellt werden.

Weihnachtsbaum frisch halten: Pflege von Heiligabend bis nach Neujahr

Damit der Baum lange frisch bleibt, gibt es laut Verband Natürlicher Weihnachtsbaum eine Faustregel: Ein zwei Meter hoher Baum benötigt etwa zwei Liter Wasser am Tag. „Bevor er in einen Ständer gestellt wird, sollte er am besten zwei bis drei Zentimeter gekürzt werden, damit er genug Feuchtigkeit aufnehmen kann.“ Im Handel gebe es auch Christbaumständer mit Wasserstandsanzeiger. Damit der Baum also im Weihnachtsbaumständer lange hält, schauen Sie regelmäßig nach, ob er noch genug Wasser hat. Zudem können die Nadeln ab und an besprüht werden.

Beleuchtung von Weihnachtsbäumen: Was geht?

Was eignet sich zum Beleuchten des Weihnachtsbaumes?
  • herkömmliche Lichterketten (ohne LED) (Vorsicht Stromfresser)
  • LED-Lichterketten (am besten mit Stecker für Stromnetz, nicht mit Batterie)
  • Natürliche Kerzen: am besten aus Soja- oder Bienenwachs (herkömmliche Kerzen bestehen aus Paraffin, das ist ein Abfallprodukt der Erdölindustrie)

Nachhaltiger echter Weihnachtsbaum: Welche Optionen gibt es für weihnachtlichen Umweltschutz?

Folgendes können Sie beachten, damit ihre Weihnachtsbaum nachhaltiger ist:
  • Kaufen Sie einen Weihnachtsbaum im Topf: Dann können Sie diesen nämlich auch im nächsten Jahr verwenden. Achten Sie aber darauf, dass der Baum hell und kühl gelagert wird, erst spät ins Haus kommt und er vor dem Auspflanzen im Garten noch einmal kühl steht, damit er nicht von der warmen Heizluft im Wohnzimmer in die Kälte kommt.
  • Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gibt an, dass ein Weihnachtsbaum am besten direkt vom Förster oder Waldbesitzer, oder ein zertifizierter Bio-Weihnachtsbaum gekauft werden sollte. Denn bei diesen kommt kein Spritzmittel zum Einsatz. Bio-Landwirte bieten solche Öko-Bäume an. Diese sind am FSC-Siegel oder an dem EU-Bio-Logo zu erkennen.
  • Weihnachten ist vorbei, der Baum muss weg: Jetzt sollte er verbrannt werden, statt ihn verrotten zu lassen. Denn beim Verbrennen setzt der Baum so viel Kohlenstoff frei, wie er zuvor gebunden hat. Verrottet der Baum, setzt er Methan frei, was klimaschädlicher ist als Kohlenstoff.

Künstlicher Weihnachtsbaum: Wie steht es um die Nachhaltigkeit?

Ein Plastikbaum kann immer wieder verwendet werden - ist deswegen aber nicht nachhaltiger als ein echter Weihnachtsbaum. Denn seine Herstellung, der Transport (viele Kunststoffbäume sind Importe aus China) und die Entsorgung belasten die Umwelt. Bis zu zwanzig Jahre müsste ein solcher Plastikbaum das Wohnzimmer zu Weihnacht schmücken, damit er sich rechnet.