Es wird in den nächsten Tagen in Brandenburg wieder richtig heiß. Bereits am Mittwoch wurde laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) an vielen Orten die 30-Grad-Marke geknackt. Am Donnerstag würden die Temperaturen noch weiter ansteigen bis auf 35 Grad, vereinzelt sogar bis auf 37 Grad – laut DWD der heißeste Tag in dieser Woche.
Am Freitag bringe eine Front aus Westeuropa deutliche Abkühlung in Form von Wolken und Regen. Auch Gewitter seien laut DWD möglich. Am Freitag könnten die 30 Grad nochmal überschritten werden, am Samstag liege die Höchsttemperatur bei 23 bis 25 Grad. Am Sonntag solle sie 24 bis 27 Grad erreichen.
Die Verschnaufpause beim Wetter ist aber laut DWD wohl nur von kurzer Dauer: In der kommenden Woche steigen die Temperaturen wieder langsam an. Zum Wochenende hin gebe es wieder die Aussicht auf heiße Tage, sagte der Meteorologe.
„Wenn das Thermometer am Tag die 30 Grad übersteigt und die Nacht keine nennenswerte Abkühlung verschafft, macht das vielen Menschen schwer zu schaffen“, betont die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK).
Gesundheitliche Risiken haben nicht nur ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere und Menschen mit chronischen Erkrankungen. Auch Menschen mit anstrengenden körperlichen Tätigkeiten, die extremer Hitze ausgesetzt sind, seien gefährdet, warnt die AOK. Symptome für eine zu große Hitzebelastung seien Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit.

Das sind die Symptome für einen Hitzschlag

Gelingt es dem Körper nicht mehr, sich durch Schwitzen ausreichend abzukühlen, kann es zu einem Hitzschlag kommen.
Typische Anzeichen dafür sind:
  • gerötete, heiße und trockene Haut
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • beschleunigter Puls
  • Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit.
Als erste Maßnahmen bei Anzeichen eines Hitzschlags sollten sich Betroffene an einen kühlen Ort begeben und sich im Liegen ausruhen. Die Kleidung sollte geöffnet, der Körper mit kalten Umschlägen gekühlt und ausreichend Flüssigkeit aufgenommen werden.

Das sind die Tipps bei Hitze vom Facharzt

Ärzte warnen deshalb vor großen körperlichen Anstrengungen und vor einem allzu leichtfertigen Umgang mit den äußeren Bedingungen. Man kann es gar nicht oft genug sagen: An heißen Tagen ist es vor allen Dingen wichtig, den zunehmenden Flüssigkeitsverlust des Körpers auszugleichen. Dr. Thomas Wollersheim, Facharzt für Innere Medizin und Leiter des AOK-Clarimedis ServiceCenters, gibt hilfreiche Tipps, die für Abkühlung sorgen und dem Körper guttun.
  • Ausreichend trinken
Mindestens zwei Liter am Tag. Am besten Mineralwasser oder Saftschorlen. Lauwarme Getränke löschen den Durst besser als eisgekühlte Getränke und werden vom Körper leichter verarbeitet.
Wer zu wenig trinkt, wird müde, bekommt Kopfschmerzen oder riskiert weitere körperliche Beschwerden. Wichtig: Bei Vorerkrankungen die optimale Trinkmenge mit dem behandelnden Arzt abstimmen.
  • Lockere, leichte Kleidung
Enganliegende Kleidung sollte an heißen Tagen lieber im Kleiderschrank bleiben, denn es besteht die Gefahr, dass sich die Hitze unter ihr staut. Die bessere Wahl sind lockere und leichtfallende Hemden, Hosen und Röcke.
  • Richtig lüften
Um für ein angenehmeres Raumklima zu sorgen, empfiehlt es sich, vor allem nachts und in den frühen Morgenstunden zu lüften. Dann sind die Außentemperaturen oft erträglicher. Sobald es draußen wärmer ist als drinnen, sollten die Fenster geschlossen bleiben. Rollos oder Jalousien schützen zusätzlich vor Sonneneinstrahlung.
  • Überflüssige Elektrogeräte ausschalten
Computer, Fernseher und Spülmaschine sollten, wenn sie nicht gebraucht werden, abgeschaltet werden. Selbst im Stand-by-Modus produzieren sie noch Wärme.
  • Leichte Kost
Leichte Gerichte sind bei hochsommerlichen Temperaturen immer die bessere Wahl. Ideal ist es, wenn Obst, Salat und Gemüse ganz oben auf dem Einkaufszettel stehen. Gemüse- und Obstsorten, in denen viel Wasser steckt, tun an warmen oder heißen Tagen besonders gut, also beispielsweise Salatgurken, Wassermelonen, Blattsalat, Zucchini und Tomaten.

Trick 1: Wärmflasche für erholsamen Schlaf

Wenn es sich sogar nachts kaum abkühlt, klagen viele Menschen über Schlafprobleme. Als Einschlafhilfe gibt es einen praktischen Trick: Dazu eine Wärmflasche mit kaltem Wasser befüllen und diese als kühlende Erfrischung zwischen die Oberschenkel legen. „Die angenehme Kälte verteilt sich über das Blutbahnsystem gleichmäßig im ganzen Körper“, sagt Dr. Thomas Wollersheim, der Experte der AOK Rheinland/Hamburg.

Trick 2: Nachtwäsche oder Bettlaken ins Eisfach

Wer seine Nachtwäsche oder das Bettlaken abends für einige Zeit in einer Kunststofftüte in das Eisfach legt und anschließend überstreift, sorgt ebenfalls für einen Frische-Effekt beim Einschlafen und hilft dem Körper, die Temperatur zu senken.
Achtung: Kaltes Duschen vor dem Schlafengehen bringt den Kreislauf dagegen erst richtig in Schwung. Deshalb lieber lauwarm duschen und nicht abtrocknen, sondern das Wasser auf dem Körper langsam verdunsten lassen.