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Krisengespräch über iranisches Atomabkommen

Der iranische Außenminister Mohamed Dschawad Sarif kommt nach Brüssel.
Der iranische Außenminister Mohamed Dschawad Sarif kommt nach Brüssel. © Foto: Alexander Zemlianichenko/AP POOL/dpa
dpa-infocom / 11.01.2018, 05:14 Uhr
Brüssel (dpa) Die Außenminister aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien treffen heute gemeinsam mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini den iranischen Außenminister Mohamed Dschawad Sarif.

Bei den Gesprächen am Vormittag in Brüssel soll es vor allem um die amerikanischen Drohungen gehen, das Atomabkommen mit dem Iran aufzukündigen. Es wird allerdings erwartet, dass auch die Lage im Iran nach den regimekritischen Protesten zur Sprache kommt. Unter anderem Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte zuletzt auf ein Treffen mit Sarif gedrungen, um über die jüngsten Entwicklungen sprechen zu können.

Bei den Protesten und Unruhen im Iran sollen um die Jahreswende herum mehr als 3700 Menschen festgenommen worden sein. 18 Demonstranten wurden getötet, zwei weitere kamen während der Proteste bei einem Unfall ums Leben.

Der EU war zuletzt wiederholt vorgeworfen worden, den Umgang der iranischen Behörden mit den Protesten nur zögerlich und nicht deutlich genug kritisiert zu haben. Ihr wird dabei unterstellt, das Atomabkommen mit dem Iran nicht gefährden zu wollen.

Der von US-Präsident Donald Trump infrage gestellte Vertrag stellt dem Iran eine Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen - inklusive des Abbaus von Sanktionen - in Aussicht. Im Gegenzug hat sich das Land verpflichtet, für mindestens ein Jahrzehnt wesentliche Teile seines Atomprogramms drastisch zu beschränken, um keine Atomwaffen bauen zu können.

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