Die Bundesregierung arbeitet weiter an Ideen, wie die Bürger angesichts der weiter steigenden Energiekosten finanziell entlastet werden können. Nach Energiepauschale, 9-Euro-Ticket und Benzinsteuersenkung gibt es jetzt einen weiteren Vorschlag: Der kommt von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und sieht eine steuerfreie Einmalzahlung durch die Arbeitgeber vor.
  • Einmalzahlung: Woher soll das Geld kommen?
  • Wie hoch soll die Zahlung sein?
  • Wann könnte die Einmalzahlung ausgezahlt werden?
  • Wer würde von der Einmalzahlung profitieren?

Einmalzahlung: Woher soll das Geld kommen?

Der Vorschlag von Scholz sieht eine steuerfreie Einmalzahlung durch die Arbeitgeber zum Ausgleich für die gestiegenen Energiekosten vorschlagen. Die Gewerkschaften sollen im Gegenzug bei Tarifrunden auf einen Teil der Lohnsteigerungen verzichten. Ziel ist es, ein weiteres Drehen der Inflationsspirale möglichst zu verhindern, wie die „Bild am Sonntag“ berichtet. Entsprechende Pläne wurden der Deutschen Presse-Agentur aus Regierungskreisen bestätigt.
Scholz (SPD) will am 4. Juli in einer sogenannten Konzertierten Aktion zusammen mit Spitzenvertretern der Arbeitnehmer und Arbeitgeber darüber beraten, wie die Preisentwicklung in den Griff zu bekommen ist.

Wie hoch soll die Zahlung sein?

Wie hoch die Einmalzahlung ausfallen könnte, ist bisher nicht bekannt. Zur Berechnung gibt es aber zwei Möglichkeiten: Entweder jeder Arbeitnehmer bekommt - wie bei der Energiepauschale von 300 Euro - die gleiche Summe oder die Einmalzahlung wird an die Höhe des Gehaltes gekoppelt.
Welche Variante ins Spiel kommen könnte, ist aber noch unklar. Das historische Vorbild für die Initiative stammt aus den 60er Jahren. Damals hatten Gewerkschaften zugesagt, sich mit Lohnforderungen zurückzuhalten, im Gegenzug unterstützte der Staat die Wirtschaft.

Wann könnte die Einmalzahlung ausgezahlt werden?

Da es sich bislang nur um eine Idee handelt, ist auch das noch unklar und möglicherweise Gesprächsthema beim Treffen von Arbeitgebervertretern und Gewerkschaften am 4. Juli im Kanzleramt.

Wer würde von der Einmalzahlung profitieren?

Profitieren würden von der Einmalzahlung in erster Linie alle Arbeitnehmer. Keinen Vorschlag gibt es indes bislang für Rentner, Arbeitslose und Studenten. Für eine Einmalzahlung anstelle von Lohnsteigerungen spricht, dass sie schnell bei den Arbeitnehmern ankommt und Geringverdiener am stärksten profitieren. Ein Problem ist allerdings, dass über die Hälfte der Arbeitnehmer nicht nach Tarifvertrag bezahlt werden. An ergänzenden Maßnahmen, etwa für Rentner, wird noch gearbeitet, hieß es aus Berlin.
(mit Material von dpa und AFP)