„Es funktioniert nicht“, sagte der Ministerpräsident am Mittwoch in einer Videokonferenz mit Kommunalpolitikern aus dem Erzgebirge und verwies dabei auf die erneut wachsende Zahl an Corona-Infektionen.
„Jetzt müssen wir versuchen, die Sache wieder einzufangen und vor die Lage zu kommen.“
Man bewege sich derzeit auf einem sehr dünnen Eis und könne bei jedem Schritt einbrechen, sagte Kretschmer. „Es ist nur deswegen noch nicht zum Ertrinken gekommen, weil wir noch nahe genug am Rand sind. Aber wir werden den Teich nicht durchschreiten können.“ Der Wunsch nach mehr Normalität sei auf der einen Seite verständlich, Lockerungen auf der anderen Seite aber möglicherweise falsch.

Für CDU-Politiker Kretschmer kein Grund, in Panik zu verfallen

Dem CDU-Politiker zufolge gibt es keinen Grund, nun in Panik zu verfallen. Man müsse auch nicht von heute auf morgen alles wieder zurückfahren. „Wir haben durchaus etwas Zeit, die wir nutzen können, um Dinge vorzubereiten.“ Es gebe immer Perspektiven und Wege auch aus schwierigen Situationen: „Nichts ist alternativlos. Man muss sich nur der Situation sehr, sehr klar stellen.“ Bürgermeister aus dem Erzgebirge hatten am Dienstag in einem Offenen Brief an Kretschmer einen „Wirrwarr“ bei den Corona-Schutzmaßnahmen beklagt.
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