Im Bundesdurchschnitt brach die Geburtenzahl im Vergleichszeitraum um 26 Prozent ein, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Die regionalen Unterschiede sind erheblich. In 22 ostdeutschen Städten und Landkreisen hat sich die Geburtenzahl im Vergleichszeitraum halbiert. Am stärksten ist der Rückgang in der thüringischen Stadt Suhl mit 72 Prozent, gefolgt vom brandenburgischen Kreis Prignitz (minus 60 Prozent) und dem Kreis Uecker-Randow (Mecklenburg-Vorpommern/minus 59 Prozent).
Hauptursache für den starken Geburtenrückgang ist die kleiner gewordene Elterngeneration. Die Forscher haben aber auch zwei extreme Jahre verglichen: Um 1990 waren die starken Jahrgänge der “Babyboomer“ im besten Gebäralter und brachten wiederum viele Kinder zur Welt. 2009 hat die Zahl der Geburten einen Tiefststand erreicht, der 2010 dem Statistischen Bundesamt zufolge zumindest wieder leicht gestiegen ist: um 1,9 Prozent auf 678 000.
dpa