Demnach könnte der Preisaufschlag für Fleisch bei 40 Cent pro Kilogramm liegen, Käse und Butter sich um 15 Cent pro Kilo verteuern.  Ministerin Klöckner setzt große Hoffnungen in das Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung. Sie hat das Gremium unter Leitung  von Ex-Bundeslandwirtschaftsminister Jochen Borchert (CDU)  im Sommer 2019 eingesetzt.
Seitdem tüfteln Experten aus der Agrarbranche und der Wissenschaft an einem Programm zur besseren Finanzierung einer nachhaltigen Tierhaltung. Offenbar mit Hochdruck. Ein Mitglied des Netzwerkes sagte dieser Zeitung, dass Borchert die Planungen "mit großem Elan vorantreibt". Nicht allen jedoch gefällt das Tempo und die Ausrichtung. Der Deutsche Bauernverband (DVB) mahnt zur Genauigkeit. Die Kernfrage liege nicht bei Steuern, "sondern darin, wie eine Förderung höheren Tierwohlstandards auf der Ebene des Landwirts gestaltet und wie das vom Verbraucher honoriert werden kann", sagte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken.  Zudem brauche man Sicherheit in Planungsverfahren für Stallbauten. Solche Überlegungen werden sich wohl nicht in dem vorgestellten Entwurf finden.