Die Vorschläge gehen jedenfalls in die richtige Richtung. So ist es gut, Trennungsväter steuerlich zu entlasten, denn viele engagieren sich in der Kindererziehung genauso wie Väter, die bei der Familie leben. Und manche haben sogar höhere Kosten, weil sie eine Zweitausstattung für das Kind finanzieren müssen. Ebenso sinnvoll ist der Vorschlag, dass getrennt lebende Eltern zur Mediation verpflichtet werden. Beratungsgespräche können dazu beitragen, Wut und Hass zu kanalisieren. Und das ist vor allem im Interesse der Kinder sehr wichtig.
Nur darf es nicht passieren, dass unter zusätzlichen Väterrechten die Mütter leiden müssen. Barleys Vorschläge erscheinen in dieser Hinsicht ausgewogen. Nur wie und ob sie umgesetzt werden, ist so offen wie der Ausgang der Wahl. Michael Gabel