Noch ist unklar, ob die jetzt festgenommenen mutmaßlichen Rechtsterroristen eine führende Rolle bei den Ausschreitungen vor fünf Wochen gespielt haben. Und ob mit ihrer Festnahme tatsächlich eine Wiederholung der NSU-Untaten verhindert wurde. Ihre Vereinigung „Revolution Chemnitz“ gab es nach Erkenntnissen der Ermittler erst seit Kurzem.
Dennoch ist es beunruhigend, mit welcher Macht sich der Ungeist wieder erhebt, gewaltsam gegen wehrlose Menschen vorzugehen, seien sie Ausländer oder Deutsche, Obdachlose oder Feuerwehrleute. Den Sicherheitsbehörden wird zuweilen – nicht immer zu Unrecht – bescheinigt, sie seien auf dem rechten Auge blind. Es ist gut, dass sie in diesem Fall das Gegenteil bewiesen haben. Wer mit Gewalt gegen die Grundlagen unseres zivilen Zusammenlebens vorgehen will, zerstört unsere Gesellschaft. Dagegen hilft nur Härte.