... über seinen schnell gewachsenen Stellenwert in der Mannschaft: Überrascht zeigte sich Robert Andrich nicht. "Dann hätte ich nicht an mich geglaubt." Natürlich ist der defensive Mittelfeldspieler erfreut, dass Trainer Urs Fischer so auf ihn setzt. In 25 Bundesligaspielen (3 Tore) kam er zum Einsatz, fehlte nur gegen Borussia Mönchengladbach wegen einer Gelbsperre. "Dafür habe ich hart gearbeitet und versucht, der Mannschaft so zu helfen, dass ich ein wichtige Bestandteil sein kann. Jetzt heißt es daran anzuknüpfen."
... über Trainer Urs Fischer:  "Ich freue mich darüber, dass ich so ein Standing genieße. Er fordert sehr viel von mir, lässt da keine lange Leine. Für uns als Mannschaft ist es sehr gut, dass wir gegen Hertha den Cheftrainer wieder an der Seite haben. Die beiden anderen (die Co-Trainer Markus Hoffmann und Sebastian Bönig) haben es sehr gut gemacht. Aber vom Gefühl ist es was anderes. Da sind zwei Augen mehr auf dem Spielfeld."
... über das Bayern-Spiel: "Es war ein komisches Gefühl, hatte Freundschaftsspiel-Charakter. Aber man hat gesehen, dass wir als Team alles rausgehauen haben." Nach so einer langen Pause und gegen den FC Bayern sei sei es ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. "Darauf können wir aufbauen."
... über die Stimmung nach dem ersten Sieg gegen Hertha und daraus resultierende Motivation für das Freitag-Derby: "Die Rufe ,Stadtmeister’ waren für jeden ein überragendes Gefühl." Nun sei es umso wichtiger, dass es so bleibt. "Da werden wir am Freitag alles rausholen, damit wir Stadtmeister bleiben."
... über die zu erwartende Stimmung im leeren Olympiastadion: "Es wird nicht so ein Derby werden, wie wir es uns erhofft haben." Aber das Team wisse, was das Spiel für den Verein und für die Fans für eine Bedeutung hat. "Es ist halt das Derby! Wir sind es den Fans schuldig, alles rauszuhauen."
... über die besondere Bedeutung des Derbys für ihn selbst: "Das erste Spiel war schon besonders, weil es das erste Spiel gegen Hertha als Gegner war." Das Rückspiel im Olympiastadion ist aber auch etwas Besonders."Als kleiner Junge habe ich davon geträumt, einmal darin spielen zu können." Er sei angespannt, aber nicht nervös deswegen.
... über den Fakt, dass Hertha nach dem Sieg in Hoffenheim, nun an Union vorbei gezogen ist: Hauptziel sei es, die Klasse zu halten. "Im besten Fall noch vor Hertha in der Tabelle."
... über seine Zweikampfführung und Trashtalk auf dem Platz in Coronazeiten: "Man muss das ausblenden." Manche Situationen würden jetzt von den Geräuschen her anders wirken, "weil sich die Kontakte und Schreie brutaler anhören. Aber du musst trotzdem versuchen, genauso in die Zweikämpfen zu gehen, als wenn 30 000 im Stadion sind." Mit dem Mund müsse man schon aufpassen. "Aber man darf sich nicht komplett verbiegen und darf nicht gar nichts mehr sagen. Es sind ja auch Emotionen im Spiel." Es müsse halt im Rahmen bleiben.
... über seinen neuen Nebenmann im Mittelfeld, Grischa Prömel statt Christian Gentner: "Wir sind froh, dass Grischa wieder fit ist. Er ist eine neue Option." Es sei natürlich einfacher, wenn man mehrere Spiele zusammen austrägt, weil man die Automatismen kennt. "Aber mit Grischa war das kein Problem. Wir haben uns gut ergänzt."
... über Hertha BSC unter Trainer Bruno Labbadia: "Ich will mich jetzt gar nicht viel mit Hertha befassen. Ich denke, Labbadia ist ein erfahrener Trainer." Am Ende werde das Spiel auf dem Platz entschieden.
... über seinen Onkel Frieder Andrich. Der ehemalige Torjäger des DDR-Oberligisten FC Vorwärts Frankfurt (Oder) lebt in Beeskow: "Wir haben ab und zu mal Textkontakt. Nach einem Sieg gibt es dann mal eine Glückwunsch-Nachricht". Er freue sich natürlich über das eine oder andere Lob nach guten Auftritten, von denen es ja sehr viele gab.
... über seinen Derby-Tipp: "1:0 für uns."

Trainer Fischer steht wieder auf dem Platz

Union-Trainer Urs Fischer kann in die Vorbereitung auf das Derby gegen Hertha BSC starten. Wie der Aufsteiger vor dem brisanten Duell am Freitag mitteilte, waren die beiden notwendigen Coronavirus-Tests bei dem 54 Jahre alten Schweizer negativ, und er darf die Mannschaft ab sofort wieder ohne Einschränkungen betreuen. Das erste Training in Köpenick leitete Fischer bereits am Dienstag. Der Coach verpasste das Heimspiel gegen Bayern München am Sonntag (0:2) wegen eines Todesfalls in der Familie und hatte das Quarantäne-Trainingslager verlassen. Deshalb waren zwei neue Tests notwendig. dpa