Bereits am 27. Juli müssen sich die Spieler wieder in der Hauptstadt einfinden. Dann steht der erste Corona-Test an. Am 29. Juli soll der zweite Test folgen und erst wenn beide negativ ausfallen, kann mit dem Mannschaftstraining begonnen werden. Geschäftsführer Profifußball Oliver Ruhnert stellte jedoch klar, dass die strengen Verhaltensregeln, die eine Saisonfortsetzung möglich machten, in der Vorbereitung nicht funktionieren werden. Dabei waren den Spielern Kontakte außerhalb der Mannschaft und dem familiären Umfeld untersagt. "Wir werden die Jungs nicht anhalten können, sich so zu verhalten. Wir können sie nicht einsperren. Platz, Wohnung, Platz wird nicht funktionieren. Das kannst du über eine Saison von Spielern nicht verlangen."
Ein Coronatest pro Woche
Doch im Unterschied zur abgelaufenen Spielzeit wird nur noch ein Corona-Test pro Woche verlangt. Während der beiden Trainingslager seien zudem Testspiele gegen internationale Gegner möglich, solange sie sich im gleichen Monotoring-Programm befinden. Dann soll sich das Team von Trainer Urs Fischer den Feinschliff für die Saison holen, die bisher am 11. oder 18. September beginnen soll. Bereits jetzt hat der Schweizer Coach einige Dinge im Kopf, an denen es zu arbeiten gilt. ".Ich habe oft gesagt, dass wir unser Gesicht auf den Platz bringen müssen. Das werden wir verändern und anpassen müssen." Schon zum Ende der Rückrunde war zu beobachten, dass die Köpenicker weniger auf lange Bälle setzten, sondern es mit einem flachen Spielaufbau probierten.
Vom schweren zweiten Jahr wollten weder Fischer noch Ruhnert etwas wissen. "Für uns gilt es, eine tolle Saison zu bestätigen und nicht im Kopf zu haben, ob die zweite oder dritte Saison die schwerere ist", erklärt Urs Fischer. "Wir geben Platz 15 und den Klassenerhalt als Ziel aus", fügt Oliver Ruhnert hinzu.
Welchen Kader der Trainer  zur Verfügung hat, abgesehen von den feststehenden Abgängen, ist offen. Sicher ist allerdings, dass der Kader weniger als 33 Spieler umfassen wird. Derweil hat der FC Augsburg am Montag den Zugang von Unions bisheriger Nummer 1, Rafal Gikiewicz, bestätigt. Neben dem Polen wechseln auch Tobias Strobl (Borussia Mönchengladbach) und Daniel Caliguiri (Schalke 04) in die Fuggerstadt.