„Klar bin ich enttäuscht. So oft bekommt man nicht die Chance, gegen Alba zu gewinnen, erst recht nicht hier in Berlin. Wir hatten sie heute und haben sie nicht nutzen können.“ Bennet Hundt fand nach der 70:82-Niederlage der Brose Baskets Bamberg klare Worte. Die Gäste aus Nordbayern hatten Mitte des letzten Viertels ausgleichen können und sogar die Chance in Führung zu gehen. Dann aber legten die Albatrosse noch mal eine Schippe drauf und entschieden die Partie letztlich noch deutlich für sich. Es war der fünfte Sieg im sechsten Spiel der noch jungen Bundesliga-Saison.

Kontakt ist nicht abgerissen

Für Hundt war es natürlich ein besonderes Duell. Ein gutes Jahr ist es her, dass der gebürtige Berliner die Hauptstadt verlassen hat. Und natürlich denkt er an Tagen wie diesen an seine Zeit bei Alba und Lok Bernau in der Pro B zurück. Der Kontakt zu einigen ehemaligen Weggefährten ist ohnehin nicht abgerissen. „Zum Beispiel mit Lorenz Brenneke und Konstantin Kovalev schreibe ich zwar nicht ständig, aber doch regelmäßig.“ Und wenn es im Spiel eins gegen eins gegen einen alten Kumpel wie Jonas Mattisseck geht, gibt es da den einen oder anderen Spruch? „Ja, klar, vor dem Spiel, währenddessen auch“, sagte der 22 Jahre alte Nationalspieler lachend. „Aber immer alles im Rahmen“, fügte er hinzu.

Newcomer of the Year

Nach vier Jahren in Berlin und im Barnim war der nur 1,80 Meter große Spielmacher zur BG Göttingen gewechselt, war im Sommer zum Bundesliga-Newcomer of the Year gekürt worden. Zur neuen Saison folgte er Trainer Johan Roijakkers nach Bamberg. Die neuformierten Franken sind in der Champions League noch ungeschlagen, in der Bundesliga konnten sie aber erst zweimal gewinnen. Die Ursache für die Niederlage in Berlin sah Bennet Hundt logischerweise in der Schlussphase. „Das Momentum schien auf unserer Seite, aber dann haben wir einige Fehler zu viel gemacht und Alba hat ein paar wichtige Würfe getroffen“, gab sich der Linkshänder dabei auch selbstkritisch.

Ein paar Worte mit den Eltern

Für Bennet Hundt gab es keine Gelegenheit, in Berlin vielleicht ein paar alte Freunde zu treffen. Wenigstens konnte er mit seinen Eltern Angela und Oliver ein paar Worte wechseln, die in der Halle waren. Eine Nacht in der alten Heimat bleiben durfte er aber nicht. Am Mittwoch geht es für die Bamberger zu Hause gegen den punktgleichen Tabellennachbarn aus Würzburg. Alba spielt bereits am Dienstag in der EuroLeague bei Roter Stern Belgrad gegen Ex-Coach Sasa Obradovic.