Mit Borna Redulic hatten die Mannheimer einen  wahren Scharfschützen mitgebracht. Er donnerte zweimal den Eisbären den Puck so scharf in den Käfig, da zuckte der sonst gute Torwart Justin Pogge nicht einmal. Zum Glück ließen sich die Eisbären nicht schocken, nach den zwei Treffern von Redulic (13./24.). Labrie und Ortega sorgten mit ihren Toren dafür, dass die Eisbären mit einem 3:2-Vorsprung in den Schlussabschnitt gingen. Weil Mannheims Matthias Plachta in Überzahl ausglich, musste die Verlängerung entscheiden, in der Ortega im Powerplay den Siegtreffer erzielte.
Streu erzielt Ausgleich
Vor Kraft strotz Sebastian Streu (21) nicht gerade, aber Eishockey spielen und Tore schießen, das kann er. Bereits am Freitag sorgte er in Krefeld für das wichtige 1:0 beim 2:0-Sieg. Gestern traf  er vor 14 200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof zum 1:1-Ausgleich.
Die Eisbären lagen nach vier Minuten in Unterzahl mit  0:1 gegen den Deutschen Meister Mannheim zurück. Der Stürmer zeigte, zumindest in den vergangenen Spielen der Eisbären, geradezu phänomenale Züge. Im Unterschied zu Marcel Noebels und Maxim Lappiere, die etwa 20 Minuten über das Eis sprinteten, durfte Streu nur acht Minuten ran. "Ich hätte gern mehr Eiszeit", klagt er. Wenn er so weiter spielt, wird Trainer Serge Aubin nicht drum herum kommen, ihm  mehr Vertrauen zu schenken.
Bewundernswert auch wie André Rankel die jungen Spieler führt. Das trifft auch auf Fabian Dietz und Erik Mik zu, die in die zweite Liga nach Weißwasser verbannt wurden. Dort allerdings sind sie sehr willkommen. "Mit den jungen Berlinern schaffen wir vielleicht die Play-Offs."