Die Ausgangslage:

Fast ein Jahr nach den Spielen in der ersten Pokalrunde stand nun im Werner-Seelenbinder-Stadion in Luckenwalde das Finale zwischen den beiden Regionalligisten Union Fürstenwalde und Babelsberg 03 an. Beide Teams setzten sich im Halbfinale jeweils souverän mit 4:1 durch. Fürstenwalde schlug Luckenwalde mit 4:1, Babelsberg den Brandenburgligisten Lübben.
Die Generalprobe verpatzten die Generalprobe am vergangenen Spieltag jedoch. Mit 2:3 unterlag das Team von Trainer Matthias Maucksch dem Berliner AK am 1. Spieltag der Regionalliga Nordost. Babelsberg konnte dem Ligafavoriten der Regionalliga, Carl-Zeiss Jena ein 1:1 abknöpfen. "Ich denke, es wird ein enges Spiel auf Augenhöhe", sagte Fürstenwaldes Manager Sven Baethge.
Neben der Partie gegen die Wolfsburger können sich die Babelsberger/Fürstenwalder über eine Prämie von 100 000 Euro freuen.

So verlief das Spiel:

Die erste große Chance hatte Babelsberg nach gut zehn Minuten, doch nach einer Flanke kriegt Daniel Frahn, der bereits neun Spiele im DFB-Pokal absolviert hat, keinen Druck auf seinen Kopfball aus rund zehn Metern.
Besser macht es im direkten Gegenzug Lukas Stagge, der eine Flanke von der linke Seite mustergültig per Kopf verwertet. Und nur sechs Minuten später stellt Stagge seine Kopfballstärke erneut unter Beweis und trifft nach einer Ecke zum 2:0.
Beinahe hätten die Potsdamer im direkten Gegenzug den Anschlusstreffer erzielt, doch erneut Frahn scheitert ebenfalls per Kopf an Fürstenwaldes David Richter.
Es entwickelt sich dennoch weiterhin ein komplett offenes Spiel, in der beide Teams immer wieder schnell in die Spitze spielen wollten. Nach 30 Minuten hätte Babelsberg zum Anschluss kommen können, doch einen Schuss von Bogdan Rangelov konnte Kay Michel noch von der Linie kratzen und nur kurze Zeit später scheiterte Rangelov im Duell mit Union-Torwart Richter.
Nach dem Seitenwechsel wirde das Spiel zunächst von härteren Zweikämpfen und persönlichen Duellen und einigen Sprüchen zwischen den Spielern bestimmt. Wirklich klare Aktionen beiden Teams gibt es nicht – bis zur 60. Minute. Fürstenwalde ist zu passiv und Bogdan Rangelov verkürzt auf 1:2.
Babelsberg versucht im Anschluss den Druck zu erhöhen, kommt aber zu keiner klaren Torchance, aber auch Fürstenwalde schafft es nur selten, über mehrere Stationen für Entlastung und Ballsicherheit zu sorgen. Doch in der 90. Miute beinahe der Ausgleich, doch Unions-Kapitän Ingo Wunderlich kann den Ball aus zwei Metern noch über das eigene Tor klären.

Statistik:

FSV Union Fürstenwalde: Richter - Turci (55. Martynets), Weiß, Wunderlich, Kanther (77. Atici), Shoshi, Geurts, Mares, Putze, Michel, StaggeBabelsberg 03: Gladrow - Hoffmann, Wilton, Rangelov (82. Müller), Schmidt, Saalbach, Montcheu, Danko (45. Wolf), Lela, Frahn, DombrowaTore: 1:0 Stagge (13.), 2:0 Stagge (20.), 2:1 Rangelov (60.)Schiedsrichter: Marcel Riemer (Eisenhüttenstadt)Zuschauer: 729

Stimmen zum Spiel:

Matthias Maucksch, Trainer Union Fürstenwalde: "Ich bin überglücklich, das war ein richtig dramatischer Pokalfight und am Ende hat es für uns gereicht, deshalb ist es umso schöner".
Ingo Wunderlich, Kapitän Union Fürstenwalde: "Die zweite Halbzeit war so anstrengend und ich habe nur noch darauf gewartet, dass der Schlusspfiff kommt. Wenn du im Fußball 2:0 führst und dann das Gegentor bekommt, lässt man sich irgendwie automatisch hinten reindrücken."
Pedrag Uzelac, Trainer Babelsberg 03: "Wir haben zwei Mal nicht aufgepasst und zwei Kopfballgegentore bekommen, da hat die Konzentration gefehlt. Wir hatten Chancen für zwei Spiele, aber heute war einfach nicht unser Tag."