Der 1. FC Frankfurt könnte mit einem Sieg im nächsten Heimspiel seinen Aufwärtstrend nach einem doch ernüchternden Saisonstart bestätigen. Am Sonnabend, 25. September, präsentiert sich mit Grün-Weiß Lübben ein Gegner, der seinem Ziel in der Fußball-Brandenburgliga ebenso noch hinterher rennt.

Für Lübben ist Frankfurt kein Angstgegner

Frankfurt und Lübben eint – ihr Durchatmen nach verkorksten Saisonstarts ist deutlich zu spüren. Zuletzt gab es gegen Miersdorf/Zeuthen den ersten Heimsieg für die Spreewälder. Trainer Vragel da Silva betont: „Insgesamt ist das bei uns gar nicht so wacklig, wie es die Ergebnisse aussagen.“ Allein die Verletzungssorgen ärgern die Grün-Weißen. Der ehemalige Erstliga-Profi gibt zu: „Wir wollten weiter oben mitspielen. Von der Qualität her gehören wir auf Platz vier oder fünf.“ Den letzten Sieg im Stadion der Freundschaft gab es jedoch vor zehn Jahren. Ist der 1. FC Frankfurt ein Angstgegner? „Nein“, erwidert Trainer da Silva und betont: „Wir haben keine Angst, aber sind realistisch. Das wird in unserer aktuellen Verfassung schwer für uns.“
Teamarbeiter: Thorsten Beck (vorn) mit Co-Trainer Martin Przybulewski. Mit dem 4:1-Sieg in Wernsdorf bestätigte der amtierende Vizemeister seine ansteigende Formkurve.
Teamarbeiter: Thorsten Beck (vorn) mit Co-Trainer Martin Przybulewski. Mit dem 4:1-Sieg in Wernsdorf bestätigte der amtierende Vizemeister seine ansteigende Formkurve.
© Foto: Matti Roeck
Thorsten Beck vom 1. FC Frankfurt: „Mit den zwei Siegen aus den letzten beiden Partien und somit insgesamt drei Siegen und zwei Niederlagen fällt die erste Bilanz nun freundlicher aus. Wie gut die enorme Intensität und Aktivität in der Trainingsarbeit sich im Verlaufe der Saison auszahlt, wird erst über längere Zeiträume die interessante Hauptfrage sein.“
In Bereichen des Offensivspiels, insbesondere beim Ausspielen in Strafraumnähe, demonstrierte seine Elf eine Entwicklung. Die Partie gegen Zehdenick (6:1) zählt er zu den spielstärksten. Der Coach weiter: „Das Team hatte viel Bewegung in der Offensivabteilung und brachte oftmals gute Präsenz in die Kreativräume. Die herausrückenden Bewegungen, das situative Durchpressen mit mehreren Spielern bis zum gegnerischen Torhüter und auch die sehr variablen Tiefenläufe der flexiblen Offensivakteure zeigen Wirkung“, analysiert Beck.

Trainer Beck setzt auf Belastungssteuerung nach der Corona-Pause

Jedoch bereitet die Defensive noch Sorgen. Die gegnerischen Flügelangriffe hat Thorsten Beck im Visier. Frankfurt bringt eine sehr gute Mannschaft an den Start, die über „genug individuelle Qualität“ verfügt, um vorn mitzuspielen. „Mit einer weiteren bewussten Planung der Belastungssteuerung nach der langen Coronapause will ich die Mannschaft wieder auf Topform bringen.“
Dazu gehört das Taktik-Training, Videos anschauen und dies dann auf dem Platz umsetzen. Für Thorsten Beck heißt dies: Training, Training, Training, Video, und dann noch einmal Training, Training, Training. Die Spieler sind diejenigen, die es begreifen und die es gerne machen müssen. Das ist mein Matchplan“ für jetzt, für morgen, für übermorgen.