Hier die Partie im Check:

So ist die Lage beim 1. FC Union Berlin

„So nach und nach erobern wir unser Stadion zurück. Schön, dass ihr alle da seid“, sagte Stadionsprecher Christian Arbeit vor der Partie gegen Dynamo Dresden. Exakt 3278 Fans wohnten unter Hygienebedingungen dem Test gegen den Ostrivalen aus Dresden bei, der mit lautstarken Pfiffen der Union-Fans vor dem Warmmachen bedacht wurde, in der alten Försterei beiwohnen. Entsprechend stimmungsvoll lief die Partie mit den lang vermissten Gesängen der Fans ab. Das erste Testspiel gegen den FC Viktoria hatten die Berliner mit 5:2 gewonnen, aber auch insgesamt zeigte sich Trainer Urs Fischer mit dem Stand der Vorbereitung zufrieden.

So fielen die Tore

1:0 (37.) Marcus Ingvartsen
Stürmt über links und jagt den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte.
2:0 (45.) Andreas Voglsammer
Der Unioner staubt ab, nachdem zuvor Dynamo-Torwart Kevin Broll von Kevin Behrens überlupft wurde, der Ball von Paul noch vor der Linie von Paul Will genau vor Vogelsammers Füße geklärt wurde.
3:0 (54.) Robin Knoche
Der Innenverteidiger köpft den Ball nach einer Ingvarsten-Ecke kraftvoll in die Maschen.

So gingen der 1.FC Union Berlin und Dynamo Dresden ins Spiel

Bei den Unionern ließ Trainer Urs Fischer eine für die Fans fast unbekannte Elf auflaufen. Gleich sieben Neuzugänge durften sich gegen den Zweitliga-Aufsteiger. Nur Torwart Andreas Luthe, Abwehrchef Robin Knoche und die Skandinavier Julian Ryerson und Marcus Ingvarsten spielten schon in der vergangenen Saison bei den Köpenickern. Taktisch versuchte es Fischer mit einem offensiven 3-1-4-2-System bei dem Rani Khedira auf den Sechsposition agierte und der leicht zurückhängende Doppeltorschütze aus dem Viktoria-Test, Andreas Voglsammer sowie der Ex-Sandhausener Kevin Behrens den Angriff bildeten.
Bei den Sachsen stellte Trainer Alexander Schmidt mit Michael Sollbauer vom englischen Zweitligisten FC Barnsley, Luca Herrmann (SC Freiburg II) und Morris Schröter (FSV Zwickau) drei seiner insgesamt 12 Neuzugänge von Beginn an auf. Ransford-Yeboah Königsdörffer wirkte dabei überraschend im Angriff des 3-2-3-2-System wieder mit. Der Ex-Herthaner spielte nach seiner Knie-Operation aber nur 33 Minuten mit, ehe er wieder das Feld verlassen musste.

So lief das Spiel gegen Dynamo Dresden

Der Bundesligist, der in seinen grün-weißen Waldmeister-Auswärtstrikots antrat, übernahm zügig die Kontrolle über die Partie. Nach vorne ging es vor allem über die rechte Seite, auf er Voglsammer viele Wege ging und der mit seinen Flanken auch die erste Chance durch Kevin Behrens liniierte, der knapp neben das Tor köpfte. Auffälligster Unioner in der ersten Hälfte war allerdings Ingvartsen. Völlig unbedrängt mit einem Kopfball und einem strammen Schuss scheiterte er an Dynamo-Schlussmann Broll. Fast folgerichtig gelang also dem Dänen die Führung. Voglsammer krönte dann aber auch seine Leistung mit einem kuriosen Treffer. Aber die Unioner zeigte auch einige Schwächen in der Defensive. Van Drongelen und Baumgartl wackelten einige Male bei Dresdner Angriffen. Aber Mörschel verzog knapp (34.) und Will scheiterte an Union-Torwart Andreas Luthe, der dafür lautstark von den Fans gefeiert wurde.
Nach der Pause begann bei den Berlinern das große Wechseln – Sechs Neue kamen direkt aus der Kabine, vor allem die Defensive wurde ausgetauscht. Nach einer Stunde hatte Fischer dann bis auf Torwart Andreas Luthe alle vom Feld geholt. Ausgerechnet der Ex-Dresdner Julius Kade wurde als einziger Feldspieler auf dem Spielbogen nicht eingewechselt. An der Überlegenheit der Berliner änderte das nichts und Knoche traf noch kurz vor seiner Auswechslung zum 3:0. Letztlich litt aber der Spielfluss unter den vielen Wechseln. Der Druck war durch das klare Ergebnis raus und die Gäste verpassten durch Vlachidimos zweimal noch den Ehrentreffer. Den Fans war der etwas maue Kick sowieso egal. Sie feierten ihr Team wie gewohnt lautstark, glücklich wieder im Stadion seien zu können.

So sieht die Statistik aus

FC Union Berlin – Dynamo Dresden 3:0 (2:0)
Union Berlin: Luthe- Baumgartl (46. Friedrich), Knoche (60. Dehl), van Drongelen (46. Jaeckel) – R. Khedira (46. Andrich)– Ryerson (46. Wiszolek), Öztunali (46. Haraguchi), Ingvartsen (60. Endo), Puchasz (46. Gießelmann) – Voglsammer (60. Sanogo) – Behrens (60. Abdullahi).
Dresden: Broll – Sollbauer, Will, Knipping – Stark, Herrmann (65. Akoto) – Schröter (46. Borello), Mörschel (58. Sohm), Löwe (58. Stor) – Königsdörffer (33. Vlachodimos), Daferner (72, Aidonis).
Tore: 1:0 Ingvarsten (37.), 2:0 Voglsammer (45.), 3:0 Knoche (54.) - Schiedsrichter: Siebert (Berlin); Zuschauer: 3278

So geht es beim 1. FC Union Berlin weiter

Die Partie gegen Dynamo Dresden war der letzte Test der Köpenicker vor dem Trainigslager im österreichischen Oberlängenfeld im Ötztal, wo das Team von Trainer Urs Fischer am 24. Juli auf den französischen Erstligisten OGC Nizza treffen wird. Die Generalprobe auf die Bundesliga-Saison erfolgt dann eine Woche später gegen Athletic Bilbao.

Und sonst noch beim 1. FC Union Berlin?

Die Köpenicker haben ein Herz für die Opfer der Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz. Der Verein spendete die kompletten Ticketeinnahmen an die Aktion „Deutschland Hilft“. „Es ist eine kleine Geste, die vielleicht ein bisschen Mut macht. Die betroffenen Menschen sollen wissen, dass sie nicht alleine sind. Gemeinsam mit vielen Millionen Menschen, Organisationen und Unternehmen in Deutschland wird es hoffentlich gelingen, schnell und wirksam zu helfen und Folgen der Katastrophe zu lindern“, sagte Union-Präsident Dirk Zingler auf der Internetseite der Eisernen.