Hier gibt es alle wichtige Informationen zum Spiel Hertha BSC gegen die SpVgg Greuther Fürth inklusive der Stimmen. Das Spiel im MOZ-Schnellcheck.

So ist die Lage bei Hertha BSC

Hertha BSC gelingt am 5. Spieltag der Fußball-Bundesliga ein schwer erkämpfter 2:1 (0:0)-Heimsieg gegen Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth. Der Dreier am Freitagabend im Olympiastadion sichert den Berlinern einen Platz im Tabellenmittelfeld. Bundesliga-Debütant Jurgen Ekkelenkamp gelingt dabei ein gelungener Einstand. Greuther Fürth bleibt nach der vierten Saisonniederlage dagegen Schlusslicht der Bundesliga.

Hertha BSC gegen SpVgg Greuther Fürth: So fielen die Tore

0:1 Branimir Hrgota (59. Minute/Foulelfmeter)
Nach einem Foul von Zeefuik an Dudziak schießt Hrgota den Elfmeter ins rechte untere Eck. Es ist die erste Fürther Führung in der Bundesliga-Saison 2021/22.
1:1 Jurgen Ekkelenkamp (61. Minute)
Nach nur 87 Sekunden auf dem Feld steht Ekkelenkamp frei und trifft per Kopf.
2:1 Maximilian Bauer (79. Minute/Eigentor)
Abwehrspieler Maximilian Bauer will vor Ekkelenkamp klären. Dabei trifft der Ball sein linkes Standbein und trudelt ins eigene Tor.

So ging Hertha BSC ins Spiel

Bei Hertha BSC gab es zahlreichen Änderungen in der Startaufstellung. Boateng, Dardai, Maolida, Plattenhardt und Zeefuik kamen für Darida, Jastrzembski, Richter, den nach einer Schulter-OP pausierenden Klünter und den am Oberschenkel verletzten Torunarigha ins Team. Hertha agierte in der Defensive mit einer Dreierkette.

Hertha BSC gegen SpVgg Greuther Fürth: So lief das Spiel

Beide Mannschaften gingen von Beginn an nach vorn. Fürth brachte die Herthaner früh in Bedrängnis: In der 10. Minute kam es zum ersten Freistoß für die Spielvereinigung, aber der Ball ging weit am Berliner Tor vorbei.
Das rüttelte die Blau-Weißen wach. In der 16. Minute gab es die erste Riesenchance für die Gastgeber: Serdar schob den Ball knapp am rechten unteren Eck vorbei. Fürth machte jedoch weiter Druck, doch die Pässe bewegten sich jedoch selten in Nähe des gegenerischen Tores. In der 26. Minute kam Gechter für Boyata, der zuvor aufgrund einer Muskelverletzung ohne Spielerkontakt zu Boden gegangen war.
Mit einer Ecke in der 40. Minute gab es endlich wieder eine Strafraumszene: Ein langer Ball von Zeefuik landete auf Maolidas Füßen. Der konnte aber nicht mehr bremsen und leitete den Ball links am Tor vorbei.
Es fehlte insgesamt an echten Torchancen und beherztem Spiel: Das kommentierten die Hertha-Fans mit zahlreichen Pfiffen.
Hertha BSC fiel es in der ersten Halbzeit schwer, dem Spiel Tempo zu verleihen. Die Kleeblätter, hier Paul Seguin (rechts) gegen Lucas Tousart, präsentierten sich über weite Strecken als klar zweikampfstärkere Mannschaft.
Hertha BSC fiel es in der ersten Halbzeit schwer, dem Spiel Tempo zu verleihen. Die Kleeblätter, hier Paul Seguin (rechts) gegen Lucas Tousart, präsentierten sich über weite Strecken als klar zweikampfstärkere Mannschaft.
© Foto: Sebastian Räppold/Matthias Koch
Die zweite Spielhälfte begann Hertha dann mit aggressivem Pressing. Die Kabinenpredigt von Trainer Pal Dardai hatte offenbar gesessen. Die Fürther Führung rief das Team endgültig zur Räson: Ekkelenkamp sorgte nur zwei Minuten später mit einem Kopfball ins lange Eck für den Ausgleich.
In der 78. Minute schlug die nächsten Großchance für die Alte Dame zu Buche: Torhüter Burchert konnte aber mit dem Fuß klären. Eine Minute später war Ekkelenkamp wieder zur Stelle. Fürths Bauer wollte klären, lupfte den Ball jedoch ungewollt ins eigene Tor. Hertha-Trainer Pal Dardai sah in der 88. Minute wegen Meckerns die Gelbe Karte. Nach dem Schlusspfiff war klar: Hertha BSC hatte seine Pflichtaufgabe in diesem Spiel erfüllt.
Allerdings haben sich die Personalsorgen weiter vergrößert. Marvin Plattenhardt blieb zur Halbzeit in der Kabine, Myziane Maolida humpelte nach einer guten Stunde mit einer Muskelblessur vom Rasen.

Kevin-Prince Boateng (rechts) von Hertha BSC stoppt Havard Nielsen von Fürth. Beide Mannschaften schenkten sich nichts.
Kevin-Prince Boateng (rechts) von Hertha BSC stoppt Havard Nielsen von Fürth. Beide Mannschaften schenkten sich nichts.
© Foto: Soeren Stache/dpa

Die Statistik Hertha BSC gegen SpVgg Greuther Fürth

Hertha BSC: Schwolow - Stark, Boyata (27. Gechter), Dardai - Boateng (60. Ekkelenkamp) - Zeefuik, Tousart, Plattenhardt (46. Jastrzembski), Serdar - Maolida (68. Richter), Belfodil.
SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Meyerhöfer, Bauer, Viergever, Willems (64. Barry) - Seguin (88. Fein), Griesbeck - Nielsen, Dudziak (82. Leweling) - Hrgota, Itten (64. Abiama).
Tore: 0:1 Hrgota (57., Foulelfmeter), 1:1 Ekkelenkamp (61.), 2:1 Bauer (79., Eigentor); Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg); Zuschauer: 21 372; Gelbe Karten: Kevin-Prince Boateng (2), Dardai (Trainer) - Nielsen (2), Barry.

Die Stimmen zum Spiel

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): „Wir hatten es mit einem guten Gegner zu tun. Beide Mannschaften haben in der ersten Halbzeit passiv agiert. Unsere Jungs sind mit verschiedenen Charakteren in der ersten und zweiten Halbzeit aufgetreten. In der zweiten Hälfte hatten wir mehr Mut, mehr Risiko. Die mentale Blockade war weg. Wir haben hochverdient gewonnen und ich habe größten Respekt vor den Nachwuchsspielern.“
Stefan Leitl (Trainer Fürth): „Ich bin enttäuscht, dass wir am Ende mit leeren Händen da stehen. Wir haben viel investiert – läuferisch das Maximale rausgeholt. Nach etwas Glück in der ersten Halbzeit habe ich mir gewünscht, dass wir die Führung länger halten. Das Eigentor ist aus einer Standardsituation entstanden, in der wir individuell schlecht verteidigt haben.“
Davie Selke (Hertha BSC): „Es ist etwas Besonderes, wenn man ein Spiel mit Rückstand derart dreht. Wir haben gezeigt, dass wir heute alles gegeben haben, was wir konnten.“
Jurgen Ekkelenkamp (Hertha BSC): „Ich habe absolut nicht damit gerechnet, bin aber sehr glücklich darüber. Der Sieg war wichtig für die gesamte Mannschaft.“

So geht es bei Hertha BSC weiter

Die nächsten Gegner werden es den Blau-Weißen kein Stück einfacher machen als Fürth: Am 25. September um 15.30 Uhr spielt die Hertha bei RB Leipzig. In der Woche darauf ist der SC Freiburg in Berlin zu Gast (2. Oktober).

Und sonst noch bei Hertha BSC?

Nello di Martino wird für sein 50-jähriges Wirken im Verein gebührend gefeiert. Der gebürtige Italiener stand in der Saison 1986/87 viermal für Berliner auf dem Rasen. Er trainierte danach knapp 40 Jahre die Torwartspieler des Vereins, bevor er von 2006 bis 2007 als Betreuer der italienischen Nationalmannschaft zuständig war. Seit 2009 ist er als Teamkoordinator zurück bei Hertha BSC. Seinen Abschied hat er für den Sommer 2022 angekündigt.