Dem ersten Auftritt als Ehemann im Trikot des 1. FC Union steht nichts im Wege. Einen Tag nach seiner Hochzeit mit seiner Verlobten Dilara stand Stürmer Max Kruse am Freitag beim Berliner Fußball-Bundesligisten schon wieder auf dem Trainingsplatz. „Hätte ich nein gesagt, dann wären die Schlagzeilen heute größer“, sagte Trainer Urs Fischer bei einer Pressekonferenz zum ungewöhnlichen Hochzeitstermin mitten in einer Englischen Woche.
Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) steht für die Eisernen beim VfL Bochum das letzte Spiel des Jahres an – und Kruse darf nach 90 Minuten auf der Bank beim 0:0 gegen den SC Freiburg am Mittwoch wieder auf einen Einsatz hoffen.
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Trainer Urs Fischer begründet die Freistellung

„Wenn familiäre Dinge anstehen, entscheiden wir uns eigentlich immer zugunsten der Spieler. Das behalten wir bei“, sagte Fischer. Er habe keine Einwände gehabt, dem 33 Jahre alten Ex-Nationalspieler den besonderen Tag zu ermöglichen und gab ihm den Donnerstagvormittag frei. „In der Schweiz ist es so, dass du nicht mal schnell anrufst und 14 Tage später hast du einen Termin. Ich glaube, das braucht ein bisschen Vorbereitung“, betonte der Chefcoach: „Es hat sich jetzt so ergeben, trotzdem fanden wir es richtig.“
Auf Instagram gaben Max Kruse und die frischgebackene Ehefrau den Fans einige Einblicke in die Hochzeit. Der Union-Profi erschien im blauen Anzug auf dem Standesamt in Berlin-Schmargendorf, wo er seiner Dilara das Ja-Wort gab. Die Braut trug ganz traditionell ein weißes Kleid. Bei den Olympischen Spielen in Japan hatte Kruse live im TV vor einem Millionen-Publikum den Heiratsantrag gemacht. Gefeiert wurde laut „Bild“-Zeitung am Donnerstag im Szene-Lokal „Oak“ in Kudamm-Nähe mit rund 20 Freunden und Verwandten.
Trainer Urs Fischer habe seinem Angreifer natürlich „Glück und alles Gute gewünscht“. Auflagen bekam Kruse jedoch nicht. Der Trainer setzte auf die Vernunft des Routiniers. „Der Terminplan ist wirklich sehr eng, da bleibt keine Zeit, groß zu feiern“, sagte Fischer, der mit Union das Jahr mit einem Sieg abschließen will. Dabei stehen alle Profis zur Verfügung, auch Abwehrchef Marvin Friedrich kehrt nach seiner Zwangspause in Folge einer Erkrankung wieder in den Kader zurück.
Max Kruse (r.) trifft im letzten Spiel des Jahres mit Union Berlin auf den VfL Bochum.
Max Kruse (r.) trifft im letzten Spiel des Jahres mit Union Berlin auf den VfL Bochum.
© Foto: Robert Michael/dpa