Das Hochgefühl des Derby-Sieges soll dem 1. FC Union Berlin auch in der Fußball-Bundesliga helfen. „Ich hoffe, dass du das ausnutzen kannst, dieses Selbstvertrauen“, sagte Trainer Urs Fischer am Freitag.
Das 3:2 im Achtelfinale des DFB-Pokals bei Hertha BSC am Mittwoch müsse aber richtig eingeordnet werden. „Bequem darfst du nicht werden, das ist die Herausforderung“, sagte der Schweizer vor dem nächsten schweren Auswärtsspiel. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) sind die Eisernen bei der kriselnden Borussia in Mönchengladbach zu Gast.

Union Berlin spielt gegen Mönchengladbach

„Es geht um uns. Wir müssen unsere Leistungen bestätigen, ans Limit kommen und richtige Entscheidungen treffen“, sagte Fischer. Gladbach befinde sich zwar „in einer nicht sehr einfachen Situation“, doch das sei für ihn nebensächlich: „Damit sollten wir uns nicht beschäftigen, sondern mit ihrer Qualität, die nach wie vor vorhanden ist.“
Die Borussia hat als Tabellen-Zwölfter nur noch vier Zähler Vorsprung vor der Abstiegszone und liegt neun Punkte hinter dem Fünften Union. Zudem waren die Gastgeber im DFB-Pokal beim Zweitligisten Hannover 96 (0:3) ausgeschieden, während Union überzeugte und ins Viertelfinale einzog.
„Dieser Pokal-Fight hat enorm viel Kraft gekostet, nicht nur körperlich, sondern auch mental“, sagte Fischer, der seine Mannschaft nach zuletzt vier Ligaspielen nacheinandern ohne Niederlage nicht klar im Vorteil sieht: „Ich mache mir nicht Gedanken darüber, wer Favorit ist in diesem Spiel.“

Wiedersehen mit Marvin Friedrich

Zu einem schnellen Wiedersehen kommt es mit Marvin Friedrich. Der einstige Union-Abwehrchef schloss sich erst vor knapp zwei Wochen der Borussia an. „Ich denke, dass es für ihn den nächsten Schritt bedeutet, aufgrund der Größe von Gladbach“, sagte Fischer. Union sei noch nicht in der Lage, so begehrte Spieler langfristig zu binden. „Drei Jahre in der Bundesliga reichen dafür nicht. Das hat dann schon etwas mit der Dauer zu tun“, sagte der 55-Jährige.
Zwar verpflichtete Union am Freitag in Andras Schäfer einen neuen offensiven Mann fürs Mittelfeld, doch der ungarische Nationalspieler steht zunächst noch nicht zur Verfügung. „Er hat eine kleine Verletzung, die er mitgenommen hat. Wir werden daran arbeiten, dass er schnellstmöglich ins Training einsteigen kann“, sagte Fischer. Ab wann der 22-Jährige, der vom slowakischen Erstligisten DAC Dunajska Streda kommt, eine echte Hilfe sein kann, ist noch offen.
Zurück im Mannschaftstraining ist derweil Rick van Drongelen, der nach einem Corona-Verdacht wieder negativ getestet wurde und am Freitag auf dem Rasen stand. Erneut fehlt in Gladbach Topstürmer Taiwo Awoniyi, der mit Nigeria am Afrika-Cup teilnimmt.
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