Auf der Torwartposition hat sich Andreas Luthe beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin festgespielt. Nun wartet er am Sonnabend auf das brisante Duell mit seinem Vorgänger im Union-Gehäuse. Rafal Gikiewicz tauschte vor der Saison die Trikots mit Luthe und kommt nun am Sonnabend zum Liga-Auftakt mit dem FC Augsburg in die Alte Försterei.

Trainer Fischer verzichtet auf Vergleich

Union-Trainer Urs Fischer wollte sich vor der Partie zu keinem Vergleich der beiden Schlussmänner hinreißen lassen. „Das wäre nicht gerecht, denn von Luthe habe ich ein Pflichtspiel gesehen, von Rafa deutlich mehr.“ An seinem neuen Schlussmann schätzt der Schweizer „dass er viel Ruhe ausstrahlt und dass er dann lauter wird, wenn er es muss“. Er habe im Training und in Testspielen schon gezeigt, „warum wir ihn verpflichtet haben“.

Youtube Vorgelegt mit Andreas Luthe

Der derart Gelobte will angesichts der Brisanz um das Duell mit Gikiewicz kein Öl ins Feuer gießen. „Nein, wir kennen uns privat gar nicht, nur als Kollegen. Wir haben ein ganz normales Torhüter-Verhältnis““, sagt der 33-Jährige in einem Vereinsvideo. Sein polnischer Gegenüber stichelt dagegen ein bisschen gegen seinen Ex-Verein.

Kleine Stichelei von Gikiewicz

"Ich habe mit Union Geschichte geschrieben, wir sind aufgestiegen und haben die Liga gehalten. Nach zwei Jahren wollte Union nicht mehr mit mir arbeiten. Für mich ist es kein Argument, dass ich zu alt bin. Aber so ist das Fußball-Business, das muss ich akzeptieren“, sagte der 32-jährige Gikiewicz, der seinen Vertrag wegen finanzieller Differenzen nicht verlängerte, vor Kurzem im „Kicker“. „Mein Herz tut ein bisschen weh. Aber jetzt will ich in Augsburg ein neues Kapitel beginnen."

Vorfreude auf die Partie

Und auf die Alte Försterei freut sich der ehemalige Publikumsliebling der Union-Fans. „Es wird ein super Tag, ich will mit Augsburg gewinnen. Danach wünsche ich Union alles Gute.“ Luthe wird einen FCA-Sieg sicher verhindern wollen.