Es hatte sich schon angedeutet, nun ist es vollzogen. Der 1. FC Union Berlin rüstet seinen Kader für die Bundesligasaison 2021/22 mit Genki Haraguchi auf. Der 30-Jährige, der zuletzt beim Zweitligisten Hannover 96 unter Vertrag stand, wechselt ablösefrei von der Leine nach Berlin-Köpenick.

Karriere in Deutschland begann bei Hertha BSC

Von 2014 bis 2016 spielte der Mittelfeldakteur für Lokalrivale Hertha BSC und anschließend ein Jahr für Fortuna Düsseldorf, bevor der 57-malige japanische Nationalspieler nach Hannover wechselte.
Haraguchi begann mit dem Fußballspielen bei Konan Minami Shonendan, bevor er sich der Nachwuchsabteilung der Uruwa Red Diamonds anschloss. Im Sommer 2008 schaffte der Offensivspieler den Sprung zu den Profis, 2014 wagte der Japaner den Schritt nach Deutschland, wo er einen Vertrag bei Hertha BSC unterschrieb.

Haraguchi galt in Hannover als Diva

Für deutsche Vereine absolvierte der 177 Zentimeter große Japaner bislang 217 Pflichtspiele, in denen ihm in der Bundesliga, der 2. Bundesliga, dem DFB-Pokal und der Europa League insgesamt 22 Treffer sowie 30 Assists gelangen. In Hannover galt er zuletzt als Diva, die mit Torgefährlichkeit (8 Treffer und sechs Vorlagen) und spielerischer Eleganz glänzte, aber sich auch oft über Mitspieler sichtlich ärgerte, denen etwas nicht gelang und selbst gerne einmal untertauchte.
Nach dem Ablauf seines Vertrags in Niedersachsen entschied sich Genki Haraguchi für den Wechsel zu Union Berlin. „Ich hatte eine tolle Zeit in Hannover. Jetzt freue ich mich aber auf Berlin und das Stadion An der Alten Försterei sowie in der nächsten Saison wieder die Möglichkeit zu haben, in der Bundesliga spielen zu können“, sagte Haraguchi nach seiner Unterschrift. Weshalb er kolportierte Angebote der Zweitligisten Schalke 04, Fortuna Düsseldorf sowie dem 1. FC Köln ausschlug. Dafür trifft er mit Keita Endo auf einen Landsmann an der Wuhle.

Union-Manager Ruhnert freut sich über Verpflichtung

„Genki Haraguchi ist ein Spieler, der den deutschen Fußball bereits seit vielen Jahren kennt und uns dabei mit seinen Leistungen überzeugt hat. Er ist ein Fußballer, der uns Kreativität und Ballsicherheit bringen kann. Deshalb freuen wir uns, dass er sich für uns entschieden hat“, kommentierte Unions Geschäftsführer Profifußball Oliver Ruhnert die Verpflichtung.