„Wir werden am kommenden Wochenende punkten.“ So optimistisch zeigt sich Steffen Westphal. Der Trainer des Fußball-Brandenburgligisten FC Eisenhüttenstadt begründet: „Gegen Falkensee haben wir eine schlagkräftige Truppe zusammen.“ Anstoß der Partie zwischen dem sieglosen Tabellen-16. und dem SV Falkensee-Finkenkrug, neun Punkte aus zehn Spielen, ist um 14 Uhr.

Der Kurs des FC Eisenhüttenstadt bleibt unverrückbar

„Wir wollen am Sonnabend den ersten Schritt gehen“, um den Kontakt zum Mittelfeld nicht zu verlieren – oder treffender formuliert: zu halten. Denn der FCE-Coach sieht weiterhin eine enge Konstellation im unteren Drittel der Brandenburgliga. Zehn Zähler Abstand zum einstelligen Tabellenplatz sind es nach einem Drittel der Saison für die Eisenhüttenstädter. Steffen Westphal weiter: „Wir sind dabei zu gucken, wie wir die Mannschaft im Winter verstärken können.“ Der Verein steht mit Spielern nicht nur in Kontakt. Das Angebot von Probetraining nehmen einige bereits in diesen Tagen an.
Trotz der potenziellen Zugänge werden die Oderstädter ihren Kurs nicht verlassen. Heißt: Die Talente sollen sich weiterentwickeln. „Wir wollen sie weiter ausbilden.“ Rückschläge sind programmiert, aber die Eisenhüttenstädter werden alles dafür tun, um den Klassenerhalt sportlich zu schaffen. Westphal führt die nach wie vor intakte Moral der Mannschaft an. „Der erste Sieg würde nochmal pushen“, weiß er um die Strahlkraft eines Dreiers.
Warten: Trainer Steffen Westphal und seine Mannschaft erspielten sich zwar zwei Unentschieden. Aber weil in zehn Punktspielen kein Sieg eingefahren wurde, trägt das FCE-Team die Rote Laterne.
Warten: Trainer Steffen Westphal und seine Mannschaft erspielten sich zwar zwei Unentschieden. Aber weil in zehn Punktspielen kein Sieg eingefahren wurde, trägt das FCE-Team die Rote Laterne.
© Foto: Matthias Haack
Für Diskussionen sorgten in dieser Woche Äußerungen Steffen Westphal, der in einem MOZ-Artikel das beherrschende Thema Corona von einem anderen Blickwinkel betrachtet: Hoffen auf die vierte Welle? Warum es beim Thema Klassenerhalt für den FC Eisenhüttenstadt schwierig wird ­– so wurde getitelt und eine Debatte angeschoben. Westphals klare Antwort auf die zunehmende Gefahr, zum dritten Mal in Folge in eine abgebrochene Serie zu manövrieren: „Die sportliche Entwicklung würde bei einem pandemiebedingten Abbruch der Fußballsaison auf der Strecke bleiben. Es geht um die Entwicklung unserer vor allem jungen Spieler. Wir wollen die Saison sportlich zu Ende spielen.“ Der FC Eisenhüttenstadt kämpft seit einem halben Jahrzehnt gegen den Abstieg aus der Königsklasse.