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Den Fußball-Anhängern der Region steht erneut ein interessantes Wochenende bevor. So muss in der Regionalliga Nordost der FSV Union Fürstenwalde am Sonntag beim souveränen Spitzenreiter Energie Cottbus ran.
Das letzte Aufeinandertreffen liegt gerade mal drei Wochen zurück. Da unterlagen die Unioner in der heimischen Bonava-Arena dem Favoriten aus der Lausitz im Landespokal-Halbfinale nur knapp mit 2:3. Und auch das Punktspiel der Hinrunde ging daheim verloren – 1:3 am 22. Oktober. Nun wären eigentlich mal die Fürstenwalder am Sonntag, ab 13.30 Uhr im Stadion der Freundschaft, zumindest mit einem Punkt dran.
Vielleicht kam ja das 0:1 am Mittwoch bei Viktoria Berlin für die junge Mannschaft des FSV Union, die davor fünf Spiele in Folgen ungeschlagen geblieben war, gerade recht. „Aus den Fehlern werden wir lernen. Jetzt spielen wir gegen eine Mannschaft, gegen die sich jeder  beweisen kann“, sagt Trainer Matthias Maucksch. „Es wird nicht einfach, aber der haushohe Favorit ist nicht unschlagbar, wie man ja im Heimspiel gesehen hat. Wenn jeder seine Leistungsgrenze ausschöpft und Energie einen schlechten Tag erwischt, könnten wir für Furore sorgen.“
Körperlich sind die Unioner vor dem siebten Spiel in drei Wochen stark beansprucht, aber guter Dinge. „Wir dosieren da auch etwas mit den Anforderungen im Training. In Cottbus werden alle fit und hoch engagiert zu Werke gehen, um etwas mitzunehmen“, verspricht Maucksch.
Letzteres werden die Gastgeber verhindern wollen. „Wir erwarten ein schweres Spiel. Wir sind froh, dass wir zu Hause spielen und ich hoffe, dass viele Zuschauer kommen. Nach wie vor sage ich, dass wir noch Punkte brauchen und diese so schnell wie möglich holen wollen. Deshalb ist es wichtig, mit der besten Kapelle anzutreten“, erklärt Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz. Der 14. Heimsieg soll her.
In der Landesliga Süd haben Blau-Weiß Briesen und der FV Erkner Heimrecht. Die Odervorländer wollen nach zwei Siegen und zuletzt dem 1:1 im Derby bei Germania Schöneiche ihre Serie ungeschlagener Spiele fortsetzen. Und gegen den Tabellenvorletzten SG Burg sollten die Chancen dafür nicht so schlecht stehen. Blau-Weiß-Trainer Ronny Pesch warnt jedoch: „Burg kommt nach zwei Siegen am Stück sicher hoch motiviert ins Waldstadion. Aber wir wollen das Heimspiel natürlich gewinnen. Die Jungs müssen an sich glauben, ans Limit gehen, dann ist mir nicht Bange.“
Der FV Erkner, bei seiner diesjährigen Rasenplatz-Premiere vor Wochenfrist mit einem 1:1 bei Phönix Wildau, bekommt es im Erich-Ring-Stadion mit einem dicken Brocken zu tun. Der Tabellenfünfte erwartet den -zweiten Wacker Cottbus-Ströbitz zur Spitzenpartie des 22. Spieltages. FVE-Trainer Heiko Schickgram ist trotz anhaltender Personalnöte durchaus optimistisch, was Zählbares anbelangt.
Auswärts müssen Germania Schöneiche beim Tabellendritten FSV Brieske/Senftenberg und der FSV Union Fürstenwalde II beim 13. Kolkwitzer SV ran. Die Spreestädter wollen nach dem Achtungserfolg beim Heim-0:0 gegen Spitzenreiter Preußen Blankenfelde-Mahlow nachlegen.
In der Landesklasse Ost (allgemeiner Spielbeginn 15 Uhr) steht wieder ein Derby an. Dabei empfängt der SV Woltersdorf (14.) die nach einer Erfolgsserie auf Platz 4 gerückten Preußen aus Beeskow, die mit dem 2:0 gegen Grün-Weiß Rehfelde im fünften Spiel in Folge ungeschlagen blieben.
Für Furore sorgte zuletzt der FSV Preußen Bad Saarow mit dem 7:1 bei Blau-Weiss Markendorf. Die Saarower sind inzwischen Fünfter und wollen im Heimspiel gegen den Siebten FSV Luckenwalde II noch einen drauflegen.
Für den auf Platz 13 abgerutschten Storkower SC heißt es, so langsam mal wieder in die Spur zu kommen. Der letzte Sieg war das 4:3 im Derby gegen Preußen Beeskow am 14. März. „Wir stecken im Kampf gegen den Abstieg. Das macht das Heimspiel gegen die SG Niederlehme nicht einfacher“, sagt SSC-Coach Jochen Meyer. „Zumal ich wieder einige kranke, verletzte und angeschlagene Spieler habe und mit einer anderen Aufstellung aufwarten muss. Doch es hilft nichts: Wir brauchen dringend Punkte.“