Die Vereinsmitteilung ging am Freitag, dem 13. Mai online – das sollte allerdings nicht als schlechtes Omen für den neuen Trainer von Fußball-Landesligist Germania Schöneiche gewertet werden. Matthias Schönknecht heißt der Nachfolger von Oliver Richter, der nach Saison aus privaten Gründen sein Amt niederlegt.
Ob sich Schönknecht dann Trainer eines Brandenburgligisten nennen darf, werden die letzten Partien der laufenden Saison zeigen. Ein Schlüsselspiel könnte am 14. Mai erfolgen. wenn um 14 Uhr der FSV Union Fürstenwalde II an der Babickstraße aufkreuzt. Zwar ist dessen torgefährlicher Spielertrainer Christian Mlynarczyk Rot-gesperrt, aber die Domstädter gelten als steter Stolperstein für ambitionierte Teams, weil immer mal wieder Spieler aus dem Regionalligateam nach unten gereicht werden, um Spielpraxis zu erhalten.

Matthias Schönknecht unterschreibt ligaunabhängigen Vertrag

Schönknecht, der zuletzt den Brandenburgligisten FSV Bernau trainert hat, wird die Partie in jedem Fall interessiert vor Ort verfolgen, denn er unterstützt laut Vereinsmitteilung Richter und dessen Trainerteam ab sofort, um „eine reibungslose Übergabe zu gewährleisten“. Schönknecht hat einen „ligaunabhängigen Vertrag“ unterschrieben.

Schöneiche

„Ich freue mich wahnsinnig auf die neue Aufgabe. Ich bin überzeugt, dass, wenn wir noch zwei, drei junge Spieler integrieren, hier was Großes entstehen kann. Jetzt habe ich einfach richtig Bock, die Jungs kennenzulernen“, sagt Schönknecht. Der 42-Jährige hat vor dem FSV Bernau als Jugendtrainer bei Lok Eberswalde, wo er einen Landesmeistertitel holte, DFB-Stützpunkttrainer in Eberswalde und der Fußballschule von RB Leipzig viel Erfahrungen mit jungen Spielern gesammelt.

Co-Trainer bei Germania Schöneiche wird Ex-Spieler Alexander Schadow

An Schönknechts Seite wird dann Alexander Schadow als Co-Trainer stehen. Für den 34-Jährigen ist es eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Für Schöneiche absolvierte der Berliner zwischen 2014 und 2017 insgesamt 59 Spiele in der NOFV-Oberliga, erzielte dabei 15 Tore. Anschließend spielte er noch für den FSV Bernau, wo er Schönknecht kennenlernte und zuletzt beim Berliner Landesligisten Köpenicker SC. „Germania ist für mich eine Herzensangelegenheit und mit Matthias bin ich gut befreundet. Das passt einfach und so richtig losgelassen hat mich der Verein ja nie. Nun kann ich die ersten Schritte im Trainerdasein in einem gewohnten Umfeld gehen“, wird Schadow in der Vereinsmitteilung zitiert.

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