Beim Landesligisten Grün-Weiß Ahrensfelde ist derzeit eine ganze Menge los. Zum einem planen die Randberliner am Sonntag einen großen Benefiz-Spieltag, zum anderen könnte sich der Verein aus dem Barnim bald mit einem zweiten Ex-Profi in seinem Kader schmücken.

Dramatische Lage beim Partnerverin in Sinzig (NRW)

Die Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen beherrscht noch immer die Schlagzeilen. Auch einen Partner-Verein der Ahrensfelder hat es schlimm erwischt. „Beim SC Rhein Ahr Sinzig ist das komplette Sportgelände zerstört und auf Jahre unbrauchbar“, sagt Stephan Baum, der Sportliche Leiter der Grün-Weißen. Aber nicht nur das ist ein Problem.
Die Lage in der Region ist schlicht dramatisch. „Alles ist dem Erdboden gleichgemacht worden. Und es mangelt am Nötigsten. Es gibt zum Beispiel keine Schaufeln, keinen Strom, kein Handynetz, kein Trinkwasser. Zudem leiden die Menschen, die das Chaos aufräumen an Hautausschlag, weil der Schlamm kontaminiert ist“, schildert Fabian Fabritius, 2. Vorsitzender und Sportlicher Leiter des Sinziger Clubs die Lage vor Ort.

Alle Einnahmen und Erlöse gehen an die Hochwasseropfer

Um ihrem Partner-Verein zu unterstützen, haben die Ahrensfelder deshalb einen Benefiz-Spieltag am 25. Juli geplant. Die Landesliga-Mannschaft trifft dabei um 15 Uhr auf den Oberliga-Aufsteiger MSV Neuruppin. Bereits um 11 Uhr spielt die Grün-Weiß-Reserve (Kreisoberliga) gegen die zweite Mannschaft des SV Empor Berlin (Bezirksliga). „Alle Zuschauereinnahmen und Verkaufserlöse gegen zu hundert Prozent nach Sinzig“, sagt Baum. Auch der MSV Neuruppin und die Grün-Weiß-Sponsoren wollen sich beteiligen.

Manuel Schmiedebach ist derzeit ohne Verein

Als Zugpferde der Veranstaltung gelten die beiden Ex-Profis des 1. FC Union Berlin, Jan Glinker und Manuel Schmiedebach. Glinker, der auch beim 1. FC Magdeburg spielte, steht seit der vergangenen Saison im Tor des Landesligisten. Mittelfeldspieler Schmiedebach könnte nun folgen. Der 32-Jährige, der bei Hertha BSC ausgebildet wurde, bei Hannover 96 zum Bundesligaspieler reifte und zuletzt beim 1. FC Union in Berlin kickte und dort als einer der Aufstiegshelden gilt, konnte sich bei den Eisernen in der Bundesliga nicht durchsetzen. Sein Vertrag lief im Sommer 2020 aus. Seitdem ist Schmiedebach ohne Verein. Er hält sich derzeit bei den Ahrensfeldern fit und hat im Team von Trainer Sven Orbanke auch schon Testspiele bestritten. Eine Entscheidung, ob der 1,71 m große Mittelfeldspieler in der kommenden Saison den Nord-Landesligisten verstärkt, fällt Anfang der Woche. Wer den 170-fachen Bundesliga-Profi also im Trikot der Barnimer definitiv spielen sehen will, sollte die Gelegenheit am 25. Juli nutzen.
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