Fußball-Regionalligist FSV Union Fürstenwalde geht mit besten Voraussetzungen in das Landespokal-Finale am 29. Mai um 14.30 Uhr in Luckenwalde gegen den Ligakontrahenten SV Babelsberg. „Wir haben keine Ausfälle, alle Spieler sind an Bord“, erklärte Trainer Matthias Maucksch. Mit der von ihm gewählten Aufstellung hofft der 51-Jährige, „die optimale Leistung zu bringen“, die reicht, um den Titel zu gewinnen. „Nuancen werden entscheiden. Wir müssen den Fokus beständig hochhalten und bessere Entscheidungen treffen, wie der Gegner.“

Wer entscheidet: Babelsbergs Torjäger Frahn oder Union-Wirbel Geurts

Fragen bleiben, ob die Fürstenwalder Abwehr die Offensive der Babelsberger um Torjäger Daniel Frahn in den Griff bekommt. „Da gibt es schon Mittel und Möglichkeiten. Jeder muss bereit sein für den anderen zu arbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen“, sagt Maucksch. Die individuelle Klasse könne natürlich entscheiden, wenn der eine oder andere einen Geistesblitz hat. Das trifft auch auf die eigenen Schlüsselspieler zu wie Wirbelwind Darryl Geurts, der selbst bei einer Niederlage in der kommenden Saison in der 1. Runde des DFB-Pokals stehen könnte. Sein neuer Verein BFC Dynamo trifft vor dem Brandenburger Endspiel im Hauptstadt-Finale (13 Uhr) auf den Berliner AK. Neben Geurts wird die Babelsberger Defensive ihren Fokus auf Union-Angreifer Arland Shoshi und den torgefährlichen Mittelfeldspieler Joshua Putze legen.
Geht es nach der Statistik ist der FSV Union klarer Favorit. In den vergangenen sechs Pflichtspielen gegeneinander haben die Fürstenwalder die Nase vorn gehabt. Allerdings hinterließ das klare 3:0 der Babelsberger im Halbfinale beim FC Energie Cottbus auch in der Domstadt Spuren, nach dem Motto: „Wer Cottbus so ausspielt, der ist gefährlich.“

Angriffslustige Babelsberger

Und angriffslustig sind die Filmstädter allemal. „Wir haben noch eine Rechnung offen“, erklärt Trainer Predrag Uzelac mit Blick auf die 1:2-Finalniederlage im vergangenen August ebenfalls im Luckenwalder Werner-Seelenbinder-Stadion. „Wir werden den größeren Willen zeigen“, versichert Kapitän Philipp Saalbach. Immerhin könnte der Potsdamer Kiezclub in seiner 16. Endspielteilnahme den 10. Pokalerfolg sichern. Damit wären die 03-er wieder alleiniger Rekordtitelträger vor Energie Cottbus (9). Möglicherweise sind jedenfalls die Comeback-Qualitäten der Fürstenwalder gefragt, wie beim Halbfinale gegen den FSV Luckenwalde, als ein Rückstand noch in einen 3:1-Sieg umgewandelt wurde.

Für Maucksch ist Schluss nach dem Finale

„Wir können Historisches schaffen“, sagt Fürstenwaldes Trainer Maucksch. Für ihn wäre der zweite Pokalsieg innerhalb einer Saison der positive Abschluss einer erfolgreichen Zeit in der Domstadt. Nach dem Finale endet seine dritte Amtszeit beim FSV Union. Als Nachfolger für den Ex-Bundesliga-Profi (123 Einsätze für Dynamo Dresden und den 1. FC Nürnberg) wird mit Andreas Langer ein ehemaliger Nachwuchs-Coach gehandelt, der beim FSV Union und der U 15 von Energie Cottbus gearbeitet hat.