Die Gastgeber hatten angeregt, die Partie wegen der Einschulungen am Sonnabend auf Freitagabend zu verlegen. "Leider haben die Erkneraner das abgelehnt. Daher werden einige Spieler fehlen", sagt Dynamo-Trainer Dirk Liedtke. Profitieren kann davon die Eisenhüttenstädter Reserve, die ihrerseits das Kreispokal-Derby gegen die SpG Rießen/Möbiskruge heute austrägt.
Mentalität gefragt
"Trotz des Personalmangels wollen wir uns beweisen und sehen, inwieweit die Mannschaft schon die neue Spielidee umsetzen kann", sagt Liedtke. Die äußeren Umstände werden allerdings für alle Beteiligten brutal, der Wetterbericht sagt 32 Grad voraus. "Da wird bei jedem Einzelnen auch der innere Schweinehund gefragt sein. Von der Papierform her ist der FVE der klare Favorit, dem wir aber ordentlich Paroli bieten wollen. Im Pokal geht immer was, wenn man die richtige Mentalität an den Tag legt."
Auf die setzt aber auch derErkneraner Trainer Ronald Mersetzky, der seine Mannschaft gut durch die Vorbereitung gebracht hat: "Die Belastungssteuerung hat funktioniert, die Jungs machen einen fitten Eindruck." In den zurückliegenden zwei Wochen gab es drei Testspielsiege gegen den Berliner Bezirksligisten SV Buchholz (2:0), beim Storkower SC (5:2) und gegen Berlin-Ligist SV Empor (3:1). Große Verletzungen blieben den Randberlinern erspart, es gibt aber ein paar angeschlagene Spieler, bei denen Mersetzky am Sonnabend eher kein Risiko eingehen wird. Zudem fehlen einige Urlauber, andere müssen arbeiten. "Da ist gleich wieder unser zum Glück recht breiter Kader gefragt."
Was die gescheiterte Verlegung der Partie anbelangt, sagt der FVE-Coach: "Bei aller Liebe: Aber Freitagnachmittag auf die Autobahn? Nein danke. Und es hätten mir noch mehr Spieler gefehlt." Übrigens: In Erkner wird erst nächste Woche Einschulung gefeiert.
Mit Concordia Buckow/Waldsieversdorf und Einheit Perleberg treffen zwei Mannschaften aus der Landesliga Nord aufeinander. FCC-Vereins-Chef Christian Hiob macht eine deutliche Ansage: "Für uns beginnt am Sonnabend die neue Saison. Wir freuen uns sehr auf das Pokalspiel, auch weil wir zu Hause antreten können." Hiob erwartet eine Top-Einstellung, auch wenn die zu erwartende Hitze gleich ein echter Härtetest werden wird. "Dass wir gegen einen direkten Liga-Konkurrenten antreten, ist nicht schlecht, denn so wird die Partie zu einer Standortbestimmung vor einer Saison, in der wir viel vor haben."
Letzteres trifft auch auf Süd-Landesligist Germania Schön-eiche zu. Am Sonnabend kommt Staffelrivale 1. FC Guben an die Babickstraße. Dann wissen Trainer René Kanow und sein verstärktes Team schon mal, was sie in den Punktspielen erwartet. Die Randberliner bestritten am Mittwoch noch ein Testspiel gegen den Berliner Landesligisten TSV Mariendorf. "Wir haben ein 0:2 aufgeholt, das war noch mal wichtig für die Moral. Die Mannschaft hat sich verbessert, im Pokal wollen wir den nächsten Schritt nach vorn machen."
35 Partien im Kreispokal
Eine des hochkarätigsten Duelle in den 35 Spielen der Ausscheidungsrunde im Kreispokal steigt beim Storkower SC. Der Ostbrandenburgligist erwartet Blau-Weiss Markendorf aus der Landesklasse Ost. "Das ist gleich ein Kracher", sagt SSC-Trainer Toni Lüdtke. "Wir hatten eine gute Vorbereitung und sind bestens gerüstet. Nur ein Spieler fehlt mir wegen der Einschulung."
Auch das Aufeinandertreffen der Reserve-Teams der Brandenburgligisten FC Eisenhüttenstadt und 1. FC Frankfurt verspricht reichlich Spannung. Sicher imGegensatz zum vereins-internen Duell beim FC Neuenhagen. Die zweite Mannschaft der Randberliner wurde erst vor der Saison ins Leben gerufen. Teammanager Alexander Tornow nimmt die Konstellation mit Humor: "Wir haben schon ein wenig geschmunzelt, als wir von der Auslosung gehört haben. Aber was soll´s, so bleibt wenigstens garantiert eine Mannschaft im Wettbewerb." Das Spiel findet erst am Sonntag auf dem Jahn-Sportplatz statt. Grund der Verlegung: die Einschulungsfeiern.