Der SC Tasmania 1900 Berlin gilt bis heute als der erfolgloseste Verein der Fußball-Bundesliga. Durch das einjährige Gastspiel in der Saison 1965/66 steht der Verein mit 8:60 Punkten und 15:108 Toren auf dem letzten Platz in der ewigen Bundesliga-Tabelle. Nach der Pleite 1973 wurde der Verein als SV Tasmania im Bezirk Neukölln neu gegründet.
Nach sieben Jahren in der Berlin-Liga ging es 2019 in die Oberliga und zwei Jahre später sogar hoch in die Regionalliga, aus der Tasmania nach einer Saison in diesem Sommer als Tabellenletzter wieder abgestiegen war. Nun steht das Team auch in der Oberliga auf dem vorletzten Rang, hat nach elf Partien erst einen Sieg eingefahren. Auch beim 0:0 beim FSV Union Fürstenwalde am vergangenen Sonntag konnte das Team nicht wirklich überzeugen, sicherte sich aber immerhin einen Zähler.
Kapitän der Tasmanen ist Daniel Kaiser. Der 32-Jährige ist seit zwei Jahren in Berlin, spielte vorher unter anderem für den FC Viktoria Berlin in der Regionalliga und ging viele Jahre für die Stuttgarter Kickers auf Torejagd – unter anderem auch in der 3. Liga.
Wie erklärt sich der Routinier die momentane Tabellensituation der beiden Absteiger – auch Fürstenwalde steht als Mit-Absteiger in der Abstiegszone. „Wir haben letzte Saison relativ viele Spiele verloren und nicht viele Erfolgserlebnisse gehabt. Jetzt sind wir mit einem Sieg gut in die Saison gestartet. Ich dachte, der Bann ist gebrochen. Aber wenn du eine ganze Saison lang auf die Mütze bekommst, ist das Selbstvertrauen nicht ganz so da und man muss das wieder alles aufholen“, sagt Kaiser.

Daniel Kaiser im Video-Interview:

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Die Zielsetzung für die Saison ist relativ bescheiden. „Klassenerhalt – wir wollen eigentlich nur die Liga halten, eine relativ gute Rolle spielen, uns finden. Als Mannschaft sind ja doch auch viele neue junge Gesichter dabei“, erklärt der Offensivakteur.
Was sieht er als größte Unterschiede zwischen der Regional- und Oberliga? „In der Regionalliga werden die Fehler einfach mehr bestraft. Das ist in der Oberliga nicht ganz so krass. Und natürlich die Einzelspieler. In der Regionalliga gibt schon noch mal den einen oder anderen Spieler, der Qualität hat und auch mal ein Spiel alleine entscheiden kann“, sagt Daniel Kaiser.