Es waren traumhafte Veranstaltungen in einer immer wieder ausverkauften MBS-Arena. Die acht besten Mannschaften des Landkreises Oberhavel sorgten für großes Spektakel auf dem Parkett. Nach 2021 wird aber auch im Januar 2022 kein Ball beim Masters rollen. „Das Masters anzusetzen, wäre unverantwortlich“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des gastgebenden Oranienburger FC Eintracht, Wolfgang Kettner.

Spiel-Absagen ein entscheidender Punkt

Schweren Herzems hat der Verein die Reißleine gezogen und das Event abgesagt. Warum? „Aufgrund der Entwicklungen in den vergangenen Tagen und Wochen“, so Kettner. Zuletzt waren Spiele der Brandenburgliga abgesagt worden, nachdem Spieler sowohl beim SV Altlüdersdorf als auch bei der SG Union Klosterfelde positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.
Für Kettner ist es „fraglich, ob die Fußball-Saison überhaupt zu Ende gespielt werden kann. Wenn das passieren soll, muss sich der Verband Gedanken machen, wie mit den Absagen umzugehen ist.“

Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis

Für den OFC sei deshalb im Kontext der Pandemie die Absage des Masters die logische Konsequenz. „Wir wollen nicht zum Hotspot für Corona werden“, sagt Kettner. Der Charakter der beliebten Traditionsveranstaltung wäre ein anderer. „Unter den Auflagen hat das keinen Wert“, und das Kontrollieren des vorgegebenen Abstandes sowie Masketragens sei schwierig. „Was passiert in emotionalen Situationen? Es geht einfach um Verantwortungsbewusstsein. Allein schon durch die Mannschaften und deren Verantwortliche kämen gut 120 Leute in der Halle zusammen. Es ist einfach nicht darstellbar.“

Termin für 2023 reserviert

Wie mit dem Masters, so geht der Oranienburger FC Eintracht vereinsintern äußerst konsequent mit dem Thema Hallenturniere um. So wird keine Mannschaft, von den Junioren bis hin zu den Senioren im kommenden Winter an einer Veranstaltung dieser Art teilnehmen. So wird zum Beispiel auch die B-Jugend nicht bei der Futsal-Landesmeisterschaft antreten. „Es geht um Vernunft“, begründet Wolfgang Kettner das Vorgehen des OFC.

Oberhavel/Barnim/Uckermark/Prginitz/Ruppin

Allerdings: In der Hoffnung, dass sich das Pandemie-Geschehen in den kommenden Monaten einspielt, hat der Oranienburger FC Eintracht für 2023 (zweites oder drittes Januar-Wochenende) bereits einen Termin in der MBS-Arena reserviert.