Urlaub am Strand ist in diesem Sommer für ihnnicht drin, dafür wird er Besuch aus der Heimat bekommen und die Zeit nutzen, um mit seinen Brüdern und Freunden Playstation zu spielen. Vor allem die Fußball-Simulation FIFA 20 steht hoch im Kurs. Dabei vermeidet er es jedoch, mit dem 1. FC Heidenheim und sich selbst zu spielen. "Mein Spieler ist zu klobig und zu langsam. Das ist alles nicht so prickelnd."
Gedanken an den verpassten Aufstieg gegen Werder Bremen verschwendet er dabei kaum noch. "Es war eine große Chance, die wir verpasst haben, aber man braucht die Saison auch nicht kleinreden. Aus manchen Leuten musste man das herauskitzeln, dass wir stolz auf unsere Leistung sein können."
Dabei war das 2:2 gegen die Bremer in jeglicher Hinsicht eine Partie, die so einige Kuriositäten bereithielt. Dass ein Vereinsmitarbeiter 90 Minuten lang mit einem Holzlöffel auf einer Pfanne trommelte oder, dass sich kurzzeitig 50 Zuschauer auf den Rängen befanden, bekam Kleindienst jedoch nicht mit. "Das hat mich im Endeffekt überhaupt nicht interessiert. Für uns ging es um viel, da war es mir Schnuppe, was auf den Rängen abgeht."
Dass es aufgrund der Auswärtstorregel jedoch nicht zum ganz großen Wurf reichte und Bremen die Klasse hielt, nervt den Ex-Cottbuser noch heute. "Diese komische Auswärtstorregel regt einen am meisten auf. Gar nicht so das Unentschieden, sondern dass durch so eine bekloppte Regel entschieden wird, wer hochgeht und wer nicht." Aber um mit diesem Thema abzuschließen fügte er hinzu: "Aber man kann es nicht ändern, und wir müssen das so akzeptieren."
14 Tore, sechs Vorlagen
Persönlich spielte Kleindiest eine starke Saison und konnte mit 14 Toren und sechs Vorlagen auf sich aufmerksam machen. "Ich habe mein Ziel, eine zweistellige Toranzahl zu schaffen, erreicht. Also für mich persönlich war es eine gute Saison." Doch auch andere Heidenheimer Spieler machten mit starken Leistungen auf sich aufmerksam. So wechselte Mittelfeldspieler Sebastian Griesbeck zum 1. FC Union Berlin. "Für mich war das sehr überraschend. Ich habe das auch nur durch die Zeitung erfahren", erzählt Kleindienst.
So war auch das Thema Wechsel vor der Partie gegen Bremen innerhalb des Teams kein Thema. Dabei erlebt der gebürtige Jüterboger die aktuelle Transferphase eher entspannt. "Ich schaue öfter mal auf verschiedenen Webseiten, was die anderen Teams so machen, aber nicht, was mich persönlich betrifft." Und erzählt: "Ich habe auch irgendwie immer das Gefühl, dass alle Leute mehr wissen als man selbst." Seine Zukunft sieht er aktuell in Heidenheim. "Ich habe ja noch Vertrag"

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