Das traditionelle Weihnachtssingen des Fußball-Bundesligisten Union Berlin fällt erneut der Corona-Pandemie zum Opfer. Der Klub gab am Dienstag die Absage des Events am 23. Dezember im Stadion An der Alten Försterei bekannt. Wie bereits im Vorjahr werde das Stadion „erneut still und dunkel bleiben“. Die Eisernen hoffen nun auf ein Weihnachtssingen im kommenden Jahr.
Derweil muss sich der Fußball-Bundesligist auf erneute Geisterspiele einstellen, die wohl bundesweit angesagt sind. Das ist das Ergebnis der Bund-Länder-Beratungen am Dienstag. „Man kann davon ausgehen, dass die Bundesliga ohne Zuschauer weiterspielen soll. Das ist eine richtige Entscheidung“, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) im Anschluss.

Entscheidung bereits vor dem Spiel gegen RB Leipzig?

Noch in dieser Woche wird es ein weiteres Treffen geben, dann sollen auch Beschlüsse gefasst werden. „Es gibt unterschiedliche Ansätze“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und empfahl, „bis zum Jahresende in den Profiligen ohne Zuschauer auszukommen“. Sollte sich nicht auf eine bundeseinheitliche Regelung verständigt werden, würde man „in Bayern einen Alleingang“ machen.
In Sachsen fand bereits am vergangenen Sonntag die Begegnung zwischen RB Leipzig und Bayer Leverkusen (1:3) ohne Zuschauer statt. Auch Baden-Württemberg ist für Geisterspiele.

Corona-Fälle beim Gegner vom 1. FC Union Berlin

Union Berlin empfängt am Freitagabend RB Leipzig (20.30 Uhr). Beim Gegner haben routinemäßige Testungen am Dienstag weitere positive Corona-Fälle im Betreuerstab des Vizemeisters ergeben. Zusätzliche Spieler wurden nicht positiv getestet. Das teilte der Klub mit.
Das geplante Mannschaftstraining am Dienstag wurde ausgesetzt. Dafür wurde eine weitere PCR-Testreihe für das gesamte Team durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Testreihe werden am Mittwoch erwartet.

RB Leipzig mit mehreren Ausfällen

Das Bundesliga-Gastspiel bei Union Berlin sei „nach dem gegenwärtigen Stand nicht gefährdet“, teilte RB mit. Man stehe weiterhin wie gehabt in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Deutschen Fußball Liga (DFL).
Leipzig war zuletzt akut von mehreren positiven Fällen betroffen gewesen. Unter anderem verpassten Chefcoach Jesse Marsch und Kapitän Peter Gulacsi wegen positiver Tests die vergangenen beiden Spiele in der Champions League beim FC Brügge (5:0) sowie am Wochenende in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen (1:3).
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