Herr Savkovic, schildern Sie doch mal, wie es zu dem Vorfall kam.
Das war in einer Partie in der Brandenburgliga. Schon auf dem Spielfeld ging es hoch her. Es war ein hart umkämpftes Spiel, in den Zweikämpfen ging es zur Sache und es fielen schon auf dem Spielfeld ein paar derbe Worte. Aber so etwas ist normal, da rege ich mich gar nicht drüber auf. Und ich muss ja zugeben – ich bin ja selber auch kein Engel (lacht).
Wie ging es dann weiter?
Es hat sich dann richtig aufgeschaukelt und ein Gegenspieler hat mich abgebrüllt: "Geh mal zurück in dein Land, du sch.. Kanacke". Das wurde mir dann zu viel. Ich habe den Schiedsrichter darauf aufmerksam gemacht, aber der hatte es nicht gehört.
Im Kabinengang nach dem Spiel ging es dann weiter?
Ja, da war die Situation dann auch sehr aufgeheizt und es ging hin und her.
Wie haben Sie sich damals gefühlt?
Ich weiß noch, dass ich wirklich richtig wütend und sauer war. Wie gesagt, beim Fußball fallen öfter mal Kraftausdrücke in einem Spiel. Das ist ganz normal, wenn es emotional hoch her geht. Aber man muss schon aufpassen, was man sagt. Rassistische Beleidigungen gehen gar nicht.
Wie haben Sie sich verhalten?
Auf Anraten meines Trainers damals bin ich zur Polizei gegangen und habe Anzeige erstattet. Es wurden daraufhin Zeugen gehört, aber so richtig etwas bei raus gekommen ist damals nicht.
Oft heißt es ja: Sowas muss man als Fußballer aushalten. Wie ist Ihre Meinung dazu?
Nein, ich finde, so etwas darf man sich nicht einfach gefallen lassen.  Man sollte bei solchen Vorfällen immer einschreiten und dagegen vorgehen. Ich würde es wieder so machen.
Warum kommen gerade im Fußball solche Vorfälle immer wieder vor?
Teilweise lassen die Leute da ihren Frust aus dem Alltag einfach raus. Andere haben vielleicht schlechte Erfahrungen mit Ausländern gemacht. Aber die müssen lernen, das so etwas auf dem Spielfeld nichts zu suchen hat.