Für eine Ablöse in Höhe von rund 20 Millionen war Taiwo Awoniyi im Sommer von Union Berlin zum Premier League-Aufsteiger Nottingham Forest nach England gewechselt. Für den Nigerianer, der in den vergangenen beiden Jahren in 65 Pflichtspielen 25 Treffer für die Eisernen erzielt hatte, ist die Partie am Samstag (17 Uhr) ein inoffizielles Abschiedsspiel.
„Ich bin gespannt, was Taiwo in den paar Wochen in Nottingham gelernt hat. Nottingham hat gut investiert auf dem Transfermarkt“, sagte Unions Abwehrchef Robin Knoche. „Und die persönliche Note, dass wir uns noch mal mit Taiwo Awoniyi ein Duell liefern können, freut mich auch. Wir wollen ein gutes Gefühl bekommen für das Pokalspiel in Chemnitz.“

Union Berlin reist im DFB-Pokal zum Chemnitzer FC

Am 1. August wird Union in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Viertligisten Chemnitzer FC das erste Pflichtspiel der Saison bestreiten. Bis dahin wollen auch die jüngsten beiden Union-Verpflichtungen Diogo Leite (Leihgabe vom FC Porto) und Morten Thorsby (verpflichtet von Sampdoria Genua) ihren Trainingsrückstand weiter verringern.
Der portugiesische Abwehrmann Leite und der norwegische Mittelfeldspieler Thorsby könnten gegen Nottingham zu ihrem Debüt im Union-Trikot kommen. Auch Angreifer Sven Michel und Mittelfeldmann Kevin Möhwald, die im Trainingslager in Österreich die beiden Testspiele gegen Bohemians Dublin (1:0) und Udinese Calcio (3:3) verpasst hatten, hoffen auf Einsatzzeit.

Ex-Profi Michael Parensen wird bei Union Berlin technischer Direktor

Im Blickpunkt wird aber vor allem Awoniyi stehen, der am Mittwoch mit Nottingham bereits Unions Stadtrivalen Hertha BSC mit 3:1 bezwungen hatte. „Ich freue mich immer, Taiwo zu sehen. Er war enorm wichtig für unser Spiel“, sagte Union-Coach Urs Fischer.

Neukirchen am Großvenediger

Wichtig für das Spiel der Köpernicker war über viele Jahre auch Michael Parensen. Seine aktive Karriere hat der ehemalige Innenverteidiger zwar beendet, bleibt den Eisernen aber erhalten, wie der Verein mitteilt. Union besetzt den neuen Posten des Technischen Direktors mit dem ehemaligen Profi. Die Anforderungen innerhalb der Abteilung seien durch die Entwicklung der vergangenen Jahre deutlich gestiegen, betonte Vereins-Präsident Dirk Zingler.

Union Berlin stellt sich mit Parensen auch neben dem Platz breiter auf

„Dieser Entwicklung möchten wir Rechnung tragen. In der neu geschaffenen Position des Technischen Direktors wird Michael Parensen künftig mehr Verantwortung tragen“, erklärte der Club-Boss. Parensen hatte vor zwei Jahren seine Karriere beendet, seit einem Jahr sammelte er bei Union bereits Erfahrungen als Assistent der Geschäftsführung. Zuvor hatte er verschiedene Vereinsabteilungen durchlaufen, um sich mit den Abläufen außerhalb der Lizenzspielerabteilung vertraut zu machen.
„Ich freue mich über die Unterstützung und bin sicher, dass unsere bereits erprobte Zusammenarbeit künftig noch deutlich intensiver wird“, betonte Oliver Ruhnert als Geschäftsführer Profifußball der Eisernen in der Vereinsmitteilung. „Die zwei Jahre nach Ende meiner Spielerkarriere waren sehr lehrreich und haben mir viele neue Blickwinkel eröffnet“, sagte Parensen. Der mittlerweile 35-Jährige war Anfang 2009 zu den Unionern gewechselt und spielte dort über zehn Jahre.