Er versucht, optimistisch zu bleiben. Was bliebe ihm auch anderes übrig?, sagt Eric Grüning. „Ich weiß jetzt, was auf mich zukommt.“ Das sei vielleicht gar nicht so verkehrt.
Grüning, der die zweite Mannschaft des TuS 1896 Sachsenhausen am Sonnabend in der Kreisoberliga gegen den FSV Bernau II als Kapitän aufs Feld führte, hat sich schwer verletzt. Nicht einmal zwei Jahre nach seinem ersten Kreuzbandriss wurde ihm nun erneut diese Diagnose ausgestellt. Schon auf dem Weg zum Arzt am Montag, 14. März, hatte er „die Vermutung, dass das Kreuzband wieder beschädigt ist. Der Vergleich ist einfach da.“ Dieses Gefühl sollte ihn nicht täuschen. „Mit 25 Jahren das zweite Mal das Knie kaputt zu haben, und das mitten in der Saison, ist natürlich nicht so schön. Definitiv ist das Kreuzband gerissen. Der Arzt geht davon Aus, dass das gesamte Knie schwer beschädigt ist und somit ein Meniskusriss und Außenbandriss dazukommen. Ich bin einfach am Boden zerstört und brauch erst einmal Zeit.“
Und dennoch gibt er sich kämpferisch: „Nun liegt der Fokus auf dem, was noch kommt. Sowohl für mich, als auch für die Mannschaft.“
"Wichtig war der Sieg", sagt Eric Grüning. Mit den Sachsenhausenern geht es für ihn in dieser Saison um die Meisterschaft in der Fußball-Kreisoberliga.
„Wichtig war der Sieg“, sagt Eric Grüning. Mit den Sachsenhausenern geht es für ihn in dieser Saison um die Meisterschaft in der Fußball-Kreisoberliga.
© Foto: Steffen Kretschmer
Am 9. August 2020 gab es im Kreispokal-Finale gegen die SG Einheit Zepernick (0:1) in der 37. Minute den Moment, der fußballerisch für Grüning einiges verändern sollte – Kreuzbandriss im rechten Knie. Jetzt sei es das linke, sagt er. An die Szene aus der Partie gegen Bernau II könne er sich gar nicht mehr so genau erinnern.

Sachsenhausen

„Was diesmal in der zwölften Minute passierte, habe ich nicht mehr richtig im Kopf. Ich habe einen Gegner überlupft und wollte dann schauen, wen ich anspielen kann. Dabei war das Bein in der Luft gestreckt. Es hat geknallt“, sagt Grüning, der nun sehr bedauert, seinem Team, aktuell Platz eins, auf dem Weg zur Meisterschaft in der Kreisoberliga nicht mehr helfen zu können.

Brandenburgliga-Team tritt nicht an

„Wichtig war jetzt der 4:1-Sieg gegen den FSV Bernau II. Es war ein schwieriges Wochenende für alle im Verein“, sagt Eric Grüning. Er lobt das Verhalten seines TuS 1896. Denn die erste Mannschaft war am Sonnabend in der Brandenburgliga in Bernau nicht angetreten, auch um die eigene Reserve nicht zu schwächen. „Das hat der Verein für die Zweite gemacht. Davor Hut ab“, so Eric Grüning, der am Donnerstag zur MRT-Untersuchung muss.