Das Landesliga-Derby zwischen dem FSV Union Fürstenwalde II und Blau-Weiß Briesen am Sonnabend dürfte wohl viel Interesse bei den Fußball-Fans der Region wecken. Der Regionalligist von der Spree muss am selben Tag beim VfB Auerbach ran.
Für den Fürstenwalder Viert-ligisten wird es sicher kein leichtes Unterfangen, etwas Zählbares aus dem Vogtland mitzubringen. „Die Auerbacher haben gerade eine der besten Serien in der Liga. Da werden für uns die Trauben ziemlich hoch hängen“, sagt Union-Trainer Matthias Maucksch, der vom Kader her aus dem Vollen schöpfen kann.
Vor dem Abschluss-Training am Freitagnachmittag gab es eine weitere gute Nachricht bei den Fürstenwaldern: Lukas Stagge hat seinen Vertrag um ein Jahr verlängert. Der 26-Jährige kam bislang in 23 Regionalliga-Spielen zum Einsatz. Vornehmlich wurde er als Stürmer aufgeboten, agierte in letzter Zeit aber auch als „Sechser“ vor der Abwehr.„Lukas hat eine sehr professionelle Einstellung, ist fokussiert und immer willig“, sagt Sven Baethge, Geschäftsführer Sport. „Das häufige Training hat ihn besser gemacht und die Entwicklung will Trainer Matthias Maucksch weiter voran treiben.“ Auch der Coach freut sich über die Vertragsverlängerung: „Lukas ist ein junger Spieler, der sich bei uns weiterentwickelt hat. Nun können wir dies fortführen.“ Und Stagge fühlt sich in Fürstenwalde wohl: „Das Trainingsumfeld und die Bedingungen sind gut. Ich möchte noch mal versuchen, einen Schritt nach vorn zu machen.“
Einen Schritt nach oben machen will auch der FSV Union Fürstenwalde II in der Landesliga Süd. Dazu ist ein Sieg im Heim-Derby gegen Blau-Weiß Briesen am Sonnabend, ab 15 Uhr, nötig. In das Nachbarschafts-Duell gehen beide Teams mit Erfolgserlebnissen der Vorwoche: Der FSV Union II fuhr mit dem 6:0 beim Kolkwitzer SV den höchsten Saisonsieg ein, Briesen blieb beim 3:1 gegen die SG Burg zum fünften Mal in Folge ungeschlagen.
„Wir haben in der Woche gut trainiert und sind alle heiß auf diese Partie“, sagt Christian Mlynarczyk, Spieler-Trainer des FSV Union II. „Und es ist an der Zeit, dass wir mal wieder zuhause gewinnen, um so den Abstand zum Tabellenkeller weiter weiter zu vergrößern.“ Das „Fürstenwalder Klassentreffen“ – viele der heutigen Blau-Weißen spielten früher mal bei den Unionern – wird wohl auf Platz 5 im Friesenstadion ausgetragen und auch von FuPa-TV begleitet.
Im Hinspiel gab es ein 1:1 – das vierte Unentschieden in den Duellen seit der Saison 2011/12. Die Odervorländer haben seit dem in der Bilanz mit sechs Siegen bei drei Niederlagen die Nase vorn. Den letzten Sieg holte der FSV Union II beim Heim-2:1 am 14. Juni 2014. Die drei Spielzeiten danach gab es ein Remis und fünf Briesener Siege.
„Daran wollen wir anknüpfen“, sagt Blau-Weiß-Trainer Ronny Pesch, der ebenfalls alle Mann an Deck meldet. „Die Mannschaft ist heiß und gerüstet. Das wird eine Partie auf Messers Schneide. Und wir wollen natürlich gewinnen.“ Da können sich die Zuschauer nicht nur auf heiße Temperaturen, sondern auch auf einen heißen Tanz auf dem Rasen freuen.
Ähnliches dürfte bereits ab 14 Uhr im Duell zwischen dem Tabellenneunten Germania Schöneiche und Frankonia Wernsdorf zu erwarten sein. Pikant daran: Bei den Gästen heißt der Cheftrainer Ronny Huppert – einst Kultspieler und Trainer bei der Germania, mit deren jetzigem Chefcoach René Kanow er jahrelang in einem Team spielte. „Wir wollen an die gute Leistung von Senftenberg anknüpfen und freuen uns auf das Wiedersehen mit Huppi und seinem Team“, sagt Kanow. „Und im Anschluss werden wir noch zusammensitzen – egal, wie die Partie ausgeht.“
Das einzige Heimspiel in der Landesklasse Ost steht in der Region am Sonnabend, ab 15 Uhr, bei Preußen Beeskow gegen Eintracht Königs Wusterhasuen an. Eine halbe Stunde zuvor wird die neue elektronische Anzeigetafel der Preußen im Sport- und Freizeitzentrum eingeweiht.