Mit einem fünften Platz ist der Beeskower Geher Hagen Pohle von seinem ersten Wettkampf in diesem Jahr zurückgekehrt. Im tschechischen Poderbrady benötigte er für die 20 Kilometer 1:23:20 Stunden. Den Sieg holte sich sein Vereinskollege von SC Potsdam, Christopher Linke, in 1:21:55.
Der konnte sich auf den letzten zwei Kilometern von den Mexikanern Horacio Nava und Ricardo Ortz absetzen. Hagen Pohle, auf Platz 4 liegend, musste am Ende noch den Franzosen Gabriel Bordier ziehen lassen .
Der 26-jährige Pohle war am Montag direkt aus dem Höhentrainingslager in Mexiko kommend nach Tschechien angereist. „Ich konnte in Mexiko gut und verletzungsfrei trainieren sowie viel für die Kondition tun. Podebrady war als erster Formtest vorgesehen“, sagt der Beeskower. Allerdings verpasste er bei dem Wettkampf die erhoffte Normerfüllung (1:23:00) für die im August in Berlin anstehenden Leichtathletik-Europameisterschaften.
Und das war einem Missgeschick geschuldet, das eher selten auftritt. „Nach zwei Kilometern musste ich anhalten und mir einen Schuh neu zu binden. Da habe ich etwa zehn Sekunden und den Anschluss an die Gruppe verloren und allein gehen“, erklärt Hagen Pohle. „Dabei hat mir der Gegenwind dann die Kräfte geraubt. Ansonsten lief es recht gut, hätte ich in der Spitzengruppe, deren Tempo ich bis Kilometer 16 rund 20 Sekunden dahinter hielt, mitgehen können,wäre das Podium möglich gewesen.“
Jetzt will der Beeskower am Sonnabend bei den Deutschen Meisterschaften in Naumburg den geforderten Leistungsnachweis erbringen, um bei der Heim-EM dabei sein zu können. Am Sonntag hieß es für ihn erst mal, die Berliner Eisbären beim sechsten Play-off-Spiel im Eishockey-Halbfinale der DEL in Nürnberg zu unterstützen. Das Daumendrücken vor Ort hat geholfen, denn die Eisbären haben mit dem 3:2 den vierten Sieg eingefahren und zogen somit ins Finale ein. „Eine prima Leistung“, sagt Pohle. (RH, ppo)