Zwei Niederlagen gab es für die Handball-Teams des SSV Rot-Weiß Friedland in Punktspielen der Verbandsliga Süd – beide jeweils gegen den HV Calau. Die Frauen unterlagen in der heimischen Halle im Beeskower Sport- und Freizeitzentrum dem Tabellenführer 19:24 (5:11), die Männer beim Schlusslicht 27:33 (16:16).
„Unserem Team gehört ein Riesenkompliment für die zweite Halbzeit. Da hatten wir den Spitzenreiter aus Calau am Rande der ersten Niederlage“, sagt SSV-Trainer Bernd Klinkisch. „Das war eine richtig gute Partie.“
Allerdings fanden die Gastgeberinnen in der ersten Halbzeit einen von beiden Teams sehr nervös begonnenen Partie nicht so richtig ins Spiel. Das erste Tor gelang ihnen durch Marilyn Mochow erst in der 16. Minute zum 1:7. Und das sollte sich bis zur Pausensirene auch wenig ändern. „Wir haben in der ersten Halbzeit keinen Zugriff bekommen“, erklärt Coach Klinkisch.
Das sollte sich nach einigen Wechseln in der zweiten Halbzeit ändern, denn die Friedländerinnen steigerten sich. Zwischen der 37. und 48. Minute machten sie aus einem 9:16 eine 17:16-Führung. Die mehr als 50 Zuschauer waren begeistert. Und die Rot-Weißen blieben bis fünf Minuten vor Ende (18:20) dran. Doch dann gab es eine Zwei-Minuten-Strafe und die Frauen aus Calau nutzten den Endspurt mit Kontern zum erwarteten Sieg.
„Wenn die Mädels im letzten Saisonspiel am Sonntag bei der HSG Schlaubetal-Odervorland wieder solch eine Leistung zeigen, dann können wir etwas Zählbares holen“, sagt Bernd Klinkisch. Verabschiedet vom SSV wurde nach einer Saison Sophie Peters, die aus beruflichen Gründen nach Cottbus umzieht.
Die Friedländer Männer waren bei Schlusslicht Calau bis zur 41. Minute auf der Siegerstraße, als sie noch 21:20 führten. „Doch dann haben wir für zehn Minuten das Torewerfen fast eingestellt. Das war der Knackpunkt“, sagt der neue SSV-Männer-Trainer Ronny Kohle. In der 50. Minute waren die Rot-Weißen noch dran (24:26), doch vier Treffer am Stück der Gastgeber brachten die Vorentscheidung (30:24/54.).
Der Tabellenletzte aus Calau hat jetzt nach Punkten zu den Friedländern aufgeschlossen. „Das ist sehr ärgerlich, wir wollten hier unbedingt gewinnen. Es war auch mehr möglich. Nun müssen wir versuchen, in den beiden Heimspielen Zähler zu holen“, sagt SSV-Coach Kohle.
Sein erstes Spiel als Chef war er mit Akribie angegangen, hatte sich bereits im Vorfeld einen Matchplan erarbeitet und „nach besten Wissen und Gewissen auf der Bank gehandelt“. Es sei auch ganz gut gelaufen, bis zum Zehn-Minuten-Aussetzer. „Im Angriff hätten wir effektiver sein müssen. Ein Lob für Max Semrau im Tor, der gut gehalten hat“, erklärt Ronny Kohle, der am Sonnabend, ab 18 Uhr, gegen den Tabellendritten TSG Lübbenau II nun auch sein erstes Heimspiel als SSV-Cheftrainer absolviert. (RH)