Ohne ihm zu nahe treten zu wollen: Maximilian Mittelstädt sieht schon ein bisschen aus, wie der Liebling aller Schwiegermütter. Solide frisiertes Haar, eloquentes und doch zurückhaltendes Auftreten, so präsentierte sich der Fußball-Profi von Hertha BSC am Donnertag bei einer Medienrunde. Aber seit einiger Zeit wird der 23-Jährige nicht nur mit seinem Beruf in Verbindung gebracht. Stattdessen ist sein Konterfei auch in Zeitschriften wie „Gala“ oder „Bunte“ zu finden. Der Grund: seine neue Freundin.

Fotomodel als Freundin

Catharina Maranca ist Fotomodel, Bloggerin und war Kandidatin bei der Heidi-Klum-Show GNTM. Und die 20-Jährige könnte ein Grund sein, wenn Mittelstädt in dieser Saison bei der Hertha durchstartet. „Wir sind glücklich, haben uns gerade einen kleinen Hund gekauft und lassen uns nicht verrückt machen. Sie gibt mir Kraft“, sagte der offensiv wie defensiv einsetzbare Fußballer. Dass hilft einen Spieler, der seit März von einer Coronavirus-Infektion und Pfeifferschem Drüsenfieber zurückgeworfen wurde, mit Sicherheit. Und genau mit dieser neuen Kraft will Mittelstädt, der trotz seiner noch jungen Jahre bereits in die sechste Profi-Saison beim Hauptstadt-Club geht, seinem wichtigsten Ziel näher kommen.
“Ich will den nächsten Schritt machen.“ Für den U-21-Nationalspieler bedeutet dies: „Ich möchte in jedem Spiel von Anfang an dabei sein.“ Nur mal mehr, mal weniger erhaltene Spielzeit auf dem Feld, um Erfahrung zu sammeln, reicht dem gebürtigen Berliner längst nicht mehr.
Von Trainer Bruno Labbadia wurde Mittelstädt gerade für sein Engagement und sein Spiel gelobt, mit dem kleinen Nebensatz: „Es ist noch Luft nach oben.“ Das sieht der Blondschopf ähnlich. „Ich muss körperlich zulegen, in den Zweikämpfen stabiler werden, damit die Gegenspieler noch schwerer an mir vorbeizukommen.“

Ein Bernauer als Kontrahent

Seine Lieblingsposition sieht Mittelstädt weiterhin als Linksverteidiger. Aber die Konkurrenz ist groß. Ex-Nationalspieler Marvin Plattenhardt und der Bernauer Luca Netz bewerben sich ebenso für den Platz hinten links. Von dem 17-Jährigen hat auch Mittelstädt eine hohe Meinung. „Er ist ein junger Spieler mit viel Qualität, aber es ist noch ein weiter Weg, sich bei den Profis zu etablieren.“ Bei ihm selbst hat es ja sechs Jahre gedauert.
Die nächste Chance sich als Stammkraft anzubieten, erhält Mittelstädt am Sonnabend im abschließenden Vorbereitungsspiel beim Zweitligisten Hamburger SV, wenn zahlreiche Nationalspieler wegen ihrer Länderspiele fehlen. Dann steht auch wieder das Verhalten auf dem Platz auf dem Prüfstand. Nach dem 0:4 gegen Eindhoven hatte Trainer Labbadia moniert, dass sein Team zu still gewesen sei. Auch Mittelstädt sieht sich in die Pflicht genommen. „Ich muss meinen Vordermann mehr steuern, muss lauter werden.“
Und wenn es ihm gelingt, sich weiter in der Mannschaft zu etablieren, dann will Mittelstädt durchaus gehobene Ziele in Angriff nehmen. „Ich möchte mich schon für die Nationalelf empfehlen“, sagt er keck. Als nächste Zwischenstufe hat er erst einmal Olympia in Tokio im Auge. „Schade, dass es dieses Jahr nicht geklappt hat. Da wäre ich wohl dabei gewesen.“ Aber auch im kommenden Jahr darf er noch dabei sein. Der Draht zu U-21-Trainer Stefan Kuntz ist schließlich „ziemlich gut“ und neue Kraft hat er ja durch Freundin Katharina gewonnen.

Ibisevic-Wechsel zu Schalke ist fix


Routinier Vedad Ibisevic wechselt endgültig von Hertha BSC zum Bundesliga-Rivalen Schalke 04. Am Donnerstag gaben die Königsblauen die Verpflichtung des 36-Jährigen bekannt. Der Angreifer erhält einen Einjahresvertrag bis 30. Juni 2021 auf Schalke, es ist der erste Sommertransfer für den Altmeister. Angeblich nehmen die Knappen den Torjäger für ein Mini-Jahressalär unter Vertrag. Ibisevic soll für den Einjahresvertrag nur ein Grundgehalt von 100.000 Euro kassieren. Dafür wird es wohl höhere Prämien und Leistungszulagen für den erfahrenen Profi geben. dpa