Hertha BSC bleibt in der Fußball-Bundesliga ein Punkthamster. das 0:0 am Dienstagabend im Berliner Olympiastadion war allerdings zähe Kost. Hier die Partie im Check:

Die Lage

Die Hertha befindet sich im Aufwärtstrend, blieb in den vergangenen drei Partien ungeschlagen. Mit einem Sieg soll die Lücke zur oberen Tabellenhälfte geschlossen werden. Die Mainzer benötigen dagegen jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt.

Die Vorgeschichte

Gegen Mainz, das bereits fünf Punkte Rückstand auf Rang 15 besitzt, hat Hertha eine böse Bilanz. Drei der vergangenen sechs Heimspiele gingen verloren, so auch die letzte Partie im Olympiastadion am 8. Februar. Nach dem 1:3 und einem Dreierpack von Karim Onisiwo warf Jürgen Klinsmann als Trainer spektakulär hin. Davon ist Bruno Labbadia meilenweit entfernt: „Wir wollen die maximale Punktausbeute“, sagte der 54-Jährige.

Die Startelf und Taktik

Hertha-Trainer Bruno Labbadia setzte auf Rückkehrer Matheus Cunha und den Franzosen Lucas Tousart in der Startformation. Das Duo ersetzt Vladimir Darida und Dodi Lukebakio. Zudem kam auf der rechten Außenverteidigerposition der Niederländer Deyovaisio Zeefuik für Peter Pekarik in die Anfangsformation. Labbadia setzte so auf ein 4-3-3-Sytem.
Bei den Mainzern gab es gleich fünf Wechsel gegenüber der Partie beim 1. FC Köln (0:1). Unter anderem ersetzte Trainer Jan-Moritz Lichte Topstürmer Jean-Philippe Mateta durch den Österreicher Karim Onisiwo. Die Rheinhessen begannen in einem 3-4-1-2-System.

So lief die Partie

Von Fußballspielen war wenig zu spüren. Die Mainzer machten mit einer Fünfer-Abwehrkette und einem defensiven Trio davor die Räume dicht. Hertha suchte bei 86 Prozent Ballbesitz und teils heftigem Regen die Lücke, fand sie aber nicht gegen energisch verteidigende Gäste. Irgendwann erkannten sie die Berliner Defizite im Spielaufbau. Zudem war das Loch zwischen dem Mittelfeld und den drei Offensiven Cunha, Dilrosun und Piatek einfach zu groß. Taktgeber Guendouzi musste seine Mitspieler sogar auffordern, bei Ballbesitz aktiver im Umschaltspiel zu werden. Da wurden tatsächlich die Mainzer. Aber auch sie erarbeiten sich in der langatmigen Partie kaum Gelegenheiten. Aufregung gab es nur kurz vor der Pause, als Hertha-Verteidiger Torunarigha und der Mainzer Barreiro den Ball nach einer Eingabe gemeinschaftlich an die Latte des Berliner Tores lenkten.
Nach dem Wechsel besaßen die Mainzer die nächste Möglichkeit, aber Kevin Stöger zielte knapp vorbei (53.). Hertha zeigte sich zwar sichtlich bemüht, die Fehler der ersten Hälfte auszumerzen und die Lücken zu schließen beziehungsweise das Umschaltspiel zu beschleunigen. Doch in der Ausführung bleiben Cunha, Guendouzi und Co einfach zu stümperhaft. Zwar setzten beide Teams am Ende auf Offensive - aber ohne Erfolg. Zwar köpfte Mainz’ Onisowoden Ball an die eigene Hand. Für einen Elfmeter für die Hertha reichte das Refeere Jöllenbeck nicht. Und Mateta vertändelte die letzte Chance für die Gäste.

Die Stimmen

„Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht. Auch wenn es blöd klingt, wenn man keinen Torschuss hatte. Wir haben halt nicht die Lösungen im letzten Drittel gefunden. Dann wird es schwer ein Tor zum machen.“ (Niklas Stark, Hertha BSC)
„Mainz war sehr defensiv. Es waren nicht viele Räume da. Trotzdem hätten wir das besser ausspielen müssen. Den Anspruch müssen wir haben. Der Punkt ist zu wenig. Das Spiel musst du gewinnen.“ (Alexander Schwolow, Hertha BSC)

Die Statistik

Hertha BSC – Mainz 05 0:0
Hertha: Schwolow – Zeefuik (71. Pekarik), Boyata, Torunarigha, Plattenhardt (60. Plattenhardt) – Stark, Tousart (71. Leckie), Guendouzi - Cunha, Piatek (80. Ngankam), Dilrosun (60. Lukebakio)
Mainz: Zentner – St. Juste, Hack, Niakhaté – Fernandes , Kunde, Barreiro, Aaron– Stöger (77. Latza) - Quaison (80. Burckhardt), Onisiwo (80. Mateta)
Schiedsrichter: Jöllenbeck (Freiburg) – Zuschauer: keine

So geht es weiter

Am kommenden Sonntag tritt Hertha BSC den am weitesten entfernten Gang an und spielt um 15.30 Uhr beim SC Freiburg. Die Mainzer empfangen bereits am Sonnabend zur gleichen Zeit Werder Bremen.