Hertha BSC kann einfach kein Tor mehr erzielen. Auch beim bitteren 0:3 im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim blieben die Berliner torlos. Hier die Partie im Check:

Die Lage

Hertha und Hoffenheim hofften auf den Plätzen 13 und 14 nach einer für beide Clubs enttäuschenden Hinrunde in der Fußball-Bundesliga auf eine sportliche Wende. Die gelang den Gästen, während die Hertha nach der niederschmetternden Bilanz der zurückliegenden drei Spiele in Bielefeld (0:1), Köln (0:0) und Hoffenheim noch tiefer in den Abstiegssrudel gerissen wird.

Die Vorgeschichte

Hoffenheims Coach Sebastian Hoeneß verbrachte als Sohn des früheren Hertha-Managers Dieter Hoeneß seine Jugend in der Hauptstadt. „Für mich wird es etwas Besonderes sein, im Olympiastadion zu sitzen. Ich habe jahrelang für Hertha gespielt und lange in Berlin gelebt. Ich kenne noch ziemlich viele Leute da“, sagte Hoeneß junior. Auch seine Trainerkarriere startete er bei den Blau-Weißen als Nachwuchs-Coach in der Hertha-Akademie.

Die Tore

0:1 (33.) Sebastian Rudy, zieht kurz nach der Strafraumgrenze ab und der Ball schlägt von Guendouzis Fußspitze abgefälscht hinter Hertha-Torwart Schwolow ein.
0:2 (68.) André Kramaric, stoppt einen Schussversuch von Samassekou und schiebt den Ball aus fünf Metern ein.
0:3 (88.) Kramaric zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern über die Mauer ins Tor.

Die Startelf und Taktik

Hat Trainer Bruno Labbadia geblufft und ist die Heilung bei Matheus Cunha überraschend schnell verlaufen. Jedenfalls stand der Brasilianer in der Startelf der Hertha. Der Coach schloss 24 Stunden zuvor einen Einsatz des 21-Jährigen in der Anfangsformation wegen dessen Leistenproblemen noch kategorisch aus. Cunha ersetzte im offensiven Mittelfeld Dodi Lukebakio, mit dem Labbadia zuletzt unzufrieden war. Offensiv ging es im 4-4-2-System der Hertha-Elf dennoch zu. John Cordoba und Krzysztof Piatek bildeten wie in Köln (0:0) die Doppelspitze.
Auch TSG-Coach Sebastian Hoeneß nahm nach dem 0:0 gegen Arminia Bielefeld in seinem 3-4-1-2-System nur eine Änderung in der Startelf vor. Christoph Baumgartner rückte für Ihlas Bebou ins Team

So lief die Partie

Anders als beim Langweil-Kick gegen 1. FC Köln lieferte Hertha von Beginn an eine ansprechende Partie. Hinten stand das Team um Innenverteidiger-Duo Stark/Alderete sicher oder ein Abwehrbein war bei TSG-Abschlüssen rechtzeitig im Weg, wie Pekarik gegen Kramaric. Nach vorne gelangen zahlreiche schöner Spielzüge und kunstvolle Hackenweiterleitungen und es boten sich gleich mehrere Gelegenheiten. Die größte vergab Piatek, als er mit einem an Cordoba verwirkten Foulelfmeter an TSG-Schlussmann Baumann scheiterte. Auch Sturmpartner Cordoba agierte unglücklich, hieb in aussichtsreicher Position asm Elfmeterpunkt übr den Ball #17.) oder köpfte knapp über das Tor (31.). Die Strafe folgte auf den Fuß durch Rudys Treffer. Und der traf die Berliner. Ihjr Spielaufbau wurde immer fahriger. Es hagelte böse Fehlpässe wie der Cunha, aber TG-Torjäger Kramaric vergab die Chance
Auch in die zweite Hälfte startet Hertha engagiert, aber auch unglücklich als etwa Cunha den einschussbereiten Piatek übersah. Nach einer Stunde setzte Labbadia alles auf eine Karte, brachte Dodi Lukebakio und den Bernauer Luca Netz, während bei Hoffenheim Abwehrchef Kevin Vogt verletzt raus musste. Doch die Partie verlief für die Hertha weiter katastrophal. Während ihnen selbst kaum etwas gelang, machte Kramaric den Sack für die Kraichgauer zu. Und setzte am Ende mit seinem zweiten Treffer noch einen drauf.

Die Stimmen

„Wir haben die ersten 30 Minuten diktiert, aber unsere Chancen nicht gemacht. Dass wir zum Beispiel nicht vom Elfmeterpunkt getroffen haben, hat uns das Genick gebrochen. Auch das Hoffenheim mit dem ersten Schuss das 1:0 macht. Monentan sind wir nicht stabil genug, haben zu einfache Ballverluste.“ (Bruno Labbadia, Trainer Hertha BSC)
„Wir brauchen Punkte und Erfolgserlebnisse – beides haben wir heute holen können, Mit dem Ball hatten wir noch Probleme, aber wir haben sehr gut verteidigt und uns den Sieg verdient.“ (Sebastian Hoeneß, Trainer TSG Hoffenheim)

Die Statistik

Hertha BSC – TSG Hoffenheim 0:3 (0:1)
Hertha: Schwolow – Pekarik (46. Zeefuik), Stark, Alderete, Mittelstädt (60. Netz)– Darida (60. Lukebakio), Tousart, Guendouzi, Cunha – Cordoba, Piatek (72. Redan)
Hoffenheim: Baumann - Adams, Vogt (60. Nordveit), Posch - Gacinovic, Samassekou, Rudy, John - Baumgartner (88. Bogarde) - Kramaric (90. Adamyan), Dabbur (60. Bebou).
Tore: 0:1 Rudy (33.), 0:2 Kramaric (68.), 0:3 Kramaric (88.) - Schiedsrichter Osmers (Hannover) – Besonderes Vorkommnis: Oliver Baumann (Hoffenheim) hält Foulelfmeter von Krzysztof Piatek (12.) - Zuschauer: keine

So geht es weiter

Am Sonnabend empfängt Hertha BSC zu Rückrundenstart um 18.30 Uhr Werder Bremen. Die Hoffenheimer empfangen einen Tag später um 18 Uhr den 1 .FC Köln.