So ist etwa das Guthaben der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA bei den Banken im Geschäftsjahr 2019 bis zum 31. Dezember von 3,2 auf 109 Millionen Euro gestiegen. Das Eigenkapital stieg innerhalb eines Jahres von 12,6 auf 182,5 Millionen Euro. Dies sind Zahlen, die Schiller bei der ersten virtuellen Mitgliederversammlung des Vereins am Sonntag verkünden wird.
Gleichwohl muss der Bundesligist für die Saison 2019/20 in praktisch allen Geschäftsfeldern ein Minus einplanen. Durch die Geisterspiele fallen bis zum Saisonende rund drei Millionen Euro an Ticketeinnahmen weg. Außerdem fallen die Erträge in den Bereichen Werbung und VIP- Hospitality sowie die Medienerlöse geringer aus. "Wir kalkulieren für die Spielzeit 2019/20 mit einem Minus in zweistelliger Millionenhöhe", sagt Schiller.
Auch für die kommende Spielzeit erwartet Hertha Defizite in allen Bereichen. In ihrer angepassten Planung für die kommende Saison rechnen die Berliner mit Geisterspielen in der gesamten Hinrunde. Daraus resultieren Mindereinnahmen von sieben Millionen Euro. Dennoch hat der Club eine ganz andere Finanzkraft als in den vergangenen Jahren.
Allein das mit 74 000 Zuschauern ausverkaufte Derby schlägt mit einem Millionenbetrag zu Buche. Bei diesem Spiel ist auch eine hohe Rate an Ticketrückerstattungen erforderlich.